being a mom | noch ein selbstversuch

Der MiniMonday mal etwas anders.
Das erste Jahr haben wir erfolgreich gemeistert, es wird Zeit für einen Rückblick.
Dieses kleine und eigentlich schon so große Kind ist nun kein Baby mehr. Mit seinen runden Knopfaugen wickelt er die Frauen schon jetzt um den Finger. Er weiß genau was er will und zeigt das auch gern lautstark an. Die Treppe war lange das Highlight schlechthin. Den neu angebrachten Treppenschutz nahm er, zu unserer Überraschung, mit Humor und lachte darüber. Ebenfalls hoch im Kurs steht die Wanne/Dusche. Merke: Erst das Kind ausziehen, dann Wasser einlassen. Verändert man die Reihenfolge wird das Ausziehen ein Kampf. Denn hat der Minimann das Wasser erst einmal gesehen oder gehört, gibt es kein Halten mehr.

 

Man kann sich vor einer Geburt verrückt machen lassen, natürlich. Es ist aber auch nicht die schlechteste Entscheidung einfach auf sich selbst zu hören und dem Kind etwas Ruhe zu vermitteln. Denn die kleinen Räuber merken genau wie Mama drauf ist.
Was die emotionale Seite betrifft, so habe ich einiges aufgeholt. Ich brauche nur mit dem Minimann auf dem Schoß dasitzen und ihm zu erzählen, wie schön das Leben mit ihm ist und schon macht sich eine kleine Träne auf den Weg. Dagegen lässt sich einfach nichts machen. Diese braunen Kulleraugen, ich sags euch.
Das Leben ist plötzlich um einiges langsamer. Es stimmt tatsächlich, ein Kind entschleunigt ungemein. Etwas woran ich mich erst gewöhnen musste, aber versucht man sich darauf einzulassen kann es auch sehr angenehm sein. Gleichzeitig wird man unglaublich effektiv. Zumindest ist das bei mir der Fall. Die Zeiten in denen der Zwerg schläft werden größtenteils sinnvoll genutzt. Nagut ok, zumindest in 50% der Fälle. Die anderen Male versackt man auf dem Sofa.
Meine Tage sind wesentlich strukturierter. Es gibt Frühstück, Mittagessen und Abendbrot zu relativ festgelegten Zeiten u n d ich stehe dafür sogar in der Küche. Ich stehe da nicht nur, ich koche sogar. Ja, was für die Supermamas unter euch ganz logisch ist, war für mich ein Lernprozess. Ich mag Küchen, aber sie DIN gerecht zu benutzen und frisch zu kochen ist etwas, dass ich neu dazu gelernt habe. Dafür habe ich jetzt jede Menge hübsche Kochbücher. Ich hab manche Bücher tatsächlich nach dem Aussehen ausgesucht. Bücher von Donna Hay beispielsweise, sind meine absolute Kaufempfehlung.
Ich habe gelernt auf ein kleines Leben aufzupassen, es zu beschützen und habe das Gefühl seitdem auch besser auf mich zu achten.
Kennt ihr noch diesen „Ich bin immer für dich da.“-Satz von euren Eltern? Als Kind nimmt man ihn einfach so hin aber jetzt weiß ich wie viel Bedeutung und Liebe dahinter steht. Zack, da ist wieder eine dieser fiesen Tränen. 

Mein Leben vorher war auch großartig und hatte viele, schöne Momente – nur irgendwie ist das alles schon so unglaublich weit weg und scheint lang her zu sein.

Ich weiß nicht wie es den Mamas da draußen geht aber…

Seit ich ein Kind habe, bin ich glücklicher.

9 Kommentare

  1. Oder wie mal jemand sagte: 'Nur jemand, der Kinder hat, kann ermessen, wie schön es ist, Kinder zu haben. Und wie schön es ist, keine Kinder zu haben.'

    Ich bin auch glücklicher mit Kind (und das bin ich mittlerweile seit fast 10Jahren :O) – aber nicht nur wegen dem Kind – mittlerweile wegen der Kinder – sondern auch auch indirekt. Wenn ich mal ein paar Minuten nur für mich habe, schätze ich das gleich viel mehr.
    Wenn mal meine Schwester angereist kommt und abends auf die Kinder schaut, damit mein Freund und ich essen gehen können und danach ins Kino, genieße ich jede kostbare Sekunde.

    Aber nicht zu vergessen: es schlaucht auch. Normalerweise ist Schlafentzug eine Foltermethode. Nachdem mein knapp acht Monate altes Baby noch nicht durchschläft, sondern viele Nächte auch stundenlang munter ist und/oder ewig in den Schlaf geschaukelt werden will, werde ich seit knapp acht Monaten gefoltert. Trotzdem könnte ich ihn aufessen und erdrücken vor lauter Liebe. Obwohl es Tage gibt, an denen ich wie ferngesteuert den Großen in die Schule bringe, dann zum Tanzen und dazwischen irgendwelche Dinge für das Baby püriere und versuche, in 1,5Minuten zu duschen, ist mein Leben irgendwie besser als ohne Kinder.
    Kaum zu glauben 🙂

  2. Liebe Bell, ich kann dir so recht geben. Mama zu sein, macht mich glücklich. Unbeschreiblich glücklich und sowas muss man selbst einfach fühlen. Schön geschrieben und noch einmal alles liebe dem Kleinkind für das bevorstehende großartige zweite Lebensjahr!

  3. Mist jetzt will ich auch ein Kind 😄
    Nein ernsthaft ich für mich selbst freue mich schon darauf aber in den nächsten 10 Jahren wird das wohl kaum was ^^

    • Du hast doch auch noch Zeit 😉
      ahhhh, wenn ich dran denke – ich kann mich an meinen 18 Geburtstag erinnern, als wäre es gestern gewesen. Ist auch bald 10 Jahre her.

  4. Du hast ja soooo recht. Auch wenn man die Kleinen manchmal an die Wand klatschen könnte, weil sie wieder einmal am dauerquengeln sind, reicht ein Blick ins Gesicht und alles ist wieder vergessen. Ich hoffe es folgt bald ein zweites.
    Lg. Irene
    http://www.moliba.blogspot.com

  5. Pingback: Being a mom | Was das Mama-Dasein aus mir gemacht hat – SMAG

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