MamaTalk | typisch Schwanger

Es ist schon verrückt wie schnell man alles wieder vergisst. Die Zeit meiner Schwangerschaft ist schon so weit weg, dass ich froh bin damals alles aufgeschrieben zu haben. Ich gehörte nicht zu den klassischen Schwangeren, die liebevoll gestaltete Bücher anlegen und jede Woche Fotos von ihren Bäuchen machen. Also naja, wir haben es tatsächlich versucht, die Sache mit den Bauchfotos. In den ersten Wochen wollte ich immer noch schummeln und habe meinen Bauch eingezogen. Irgendwann ging es dann nicht mehr aber da hatten wir das Projekt Babybauchfotos auch schon wieder aufgegeben. Zum Glück hatte ich das DayOne Journal. Eine ganz wunderbare App. Ich habe damals vom ersten Tag an, jeden Tag ein Foto gemacht und einen kleinen Text dazu geschrieben. Ganz ohne Schleifen und Schnickschnack und zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Es gibt sogar eine Erinnerungsfunktion, falls man es doch mal vergisst. Denn Vergesslichkeit wird während und auch nach der Schwangerschaft groß geschrieben.
In den ersten drei Monaten hatte ich auch mit dem Phänomen Morgenübelkeit zu kämpfen, pünktlich zum 4. Monat war es dann aber vorbei. Dafür war meine Haut eine Zeit lang recht schlecht. Jaja, die Mädchen rauben einem die Schönheit. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Der Minimann wird als ausgewachsener Mann euren Mädchen mit seiner Schönheit den Verstand rauben, ha! Keine Sorge, das wird ein Guter.

Ungefähr ab dem 6. Monat hatte ich das Bedürfnis etwas für den Minimann nähen zu müssen. Es folgten diverse Pumphosen und Pullover. Hallo Niedlichkeit. Leider habe ich seit dem Ende der Schwangerschaft nicht mehr wirklich die Zeit, um mich an meine Nähmaschine zu setzen. Wird es also doch nichts mit der Mitgliedschaft in der Näh-Mama-Mafia.
Die typische Nestbau-Phase kam bei mir etwas später, dafür aber umso geballter. Ich habe die komplette Wohnung geputzt, ausgeräumt, Sachen weggeschmissen und wieder neu eingeräumt.
Natürlich sind das irgendwie alles sehr typische Dinge, aber das wohl typischste für meine Schwangerschaft war definitiv Snickers-Eis und die Serie Dexter, die wir damals von Anfang bis Ende durchgeschaut haben. Das Eis hat sicher einen kleinen Anteil an den 16 Kilo, die ich in der ganzen Zeit zugenommen habe. Allerdings war mir das in dieser Zeit herzlich egal. Wann hört man eine Frau schon mal sagen, dass es auf dieses eine Kilo jetzt auch nicht mehr ankommt? Wahrscheinlich selten bis nie.
Ich hab mich auch nie von irgendjemandem oder irgendeiner Horrorgeschichte aus der Ruhe bringen lassen. Denn jede Schwangerschaft verläuft anders und jede Frau geht damit anders um. Wenn ich euch einen Rat geben darf: Hört einfach auf euren Köper und eure weibliche Intuition, dann macht ihr sicher nicht viel falsch.
Rückblickend vergingen die 9 Monate wie im Flug und waren bis auf die letzten Tage, in denen ich dann keine Lust mehr hatte schwanger zu sein, wirklich sehr angenehm.
Ihr dürft die anderen Mamas und mich natürlich immer gern mit Fragen löchern. Sieben verschiedene Schwangerschaften bieten eine ganze Hand voll an Erfahrungen.

2 Kommentare

  1. Tatsächlich ist jede Schwangerschaft anders, trotzdem finde ich eure Serie eine wundervolle Idee! Du hast so recht, die Zeit vergeht so schnell. Danke dass du hier auf deinem Blog über den Mami Alltag und die Schwangerschaft berichtet hast, fernab von den ganzen Horrorstories und "Über"-Müttern. Mich beruhigen deine Einträge jedes Mal auf's neue und ich denk mir: "wird schon alles, andere kriegen es auch super hin"

  2. Ich habe auch weder Fotos noch Bücher aus der Zeit, aber die Erinnerung an problemlose Monate und schreckliche Haut. Als man mir sagte, man bekäme jugendliche Haut in der Schwangerschaft, hatte ich nicht damit gerechnet, in die schlimmste Akne meiner Teenie-Zeit zurückversetzt zu werden.
    Geworden ist es ein Mädchen, ganz ohne Übelkeit. Meine Mutter, mit vier Mädchen schwanger, hat nur gekotzt, dafür aber strahlende Haut gehabt. Ist also wohl doch nur ein Ammenmärchen…

    LindaLibraLoca: Beauty, Baby and Backpacking

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