Leben, Mama-Ich
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being a mom | 2 Jahre Minimann und warum er kein Gesicht zeigt

2 Jahre und 3 Monate ist der Minimann jetzt alt und tobt durch unser Leben als hätte es nie etwas anderes gegeben. Es ist verrückt, wie viel Kraft er mir gibt und wie nichtig andere Dinge neben ihm doch erscheinen. Auch wenn es manchmal etwas zu früh durch das Babyphone ertönt, sein „Mama! ….Mama haben, mein ich!“  ist unschlagbar. Ich liebe es. Ich liebe ihn!

Die letzten beiden Jahre vergingen wie im Flug. Der Minimann hüpft, tanzt, singt und entdeckt die Welt mit seinen großen Knopfaugen. Er kann sich minutenlang für eine einzige Ameise begeistern und die Ameisenkenner unter euch wissen, die Biester kommen selten allein. Nur noch 100m bis zur Haustür und 20 Minuten später – „Sie haben ihr Ziel erreicht. Ich versuche mir so gut es geht die Zeit dafür zu nehmen und es zu genießen, die Welt ein bisschen mit seinen Augen zu sehen. Der Mini ist ein sehr freundliches und höfliches Kind, er verabschiedet sich von allem und jedem. Ihr könnt ja kurz überschlagen, wie viele Käfer, Vögel, Schmetterlinge und Ameisen man auf 100m Fußweg antreffen kann. Nicht zu vergessen – die Mülltonnen. Es ist mir ein Rätsel woher diese Begeisterung kommt, aber für die Mülltonnen auf unserer Straße nimmt er sich besonders viel Zeit. Es ist so schön zu sehen, wie er wächst und ständig neue Dinge entdeckt.

Damals, mit Dickbauch, war ich noch so unglaublich gespannt, wie der Minimann aussehen wird. Die 3D-Ultraschallbilder waren zwar wirklich gut, aber das Original im Arm zu halten ist dann doch noch mal eine andere Hausnummer. Ich könnte euch jeden Tag mit niedlichen Bildern und Videos zuspammen und manchmal passiert das auch, jede Mama kennt dieses Phänomen. Allerdings, und das war uns von Anfang an wichtig, zeige ich dabei nie sein Gesicht. Ich möchte einfach, dass er die Entscheidung früher oder später selbst treffen kann, welche Bilder man findet, wenn man seinen Namen in die Suchmaschinen dieser Welt eingibt. Dieses Internet ist nicht annähernd so vergesslich, wie ich es manchmal bin. 

Bis der Minimann zu diesem Thema Stellung bezieht, dürft ihr euch weiterhin an seinem hübschen Hinterkopf erfreuen und euch meine Geschichten über ihn durchlesen.

Versteht mich nicht falsch, ich scrolle mich sehr gern durch die zuckersüßen Babies und Kleinkinder der Blogger- und Instagramwelt. Ein Name und niedliche Kulleraugen runden natürlich jedes Bild ab, aber glücklicherweise kann und muss das jeder für sich und für sein Kind entscheiden. Ich habe nie ein Geheimnis aus seinem Namen gemacht. Der Begriff „Minimann“ war aber irgendwie ein Selbstläufer und ist bis heute geblieben. Das ist ganz ähnlich wie mit dem „Ehefreund“, den kennt man mittlerweile auch, hat schon mal von ihm gelesen und weiß, dass damit der größere Mitbewohner gemeint ist.

Wie haltet ihr es mit der Privatsphäre von Mitbewohnern und Minis? Mich würde interessieren, warum und wieso ihr euch so entschieden habt.

1 Kommentare

  1. Caro sagt

    Hi Bell, mein Minimann ist 4 Monate und 2 Wochen und ich halte es ähnlich wie du. Ich poste auf facebook bisher keine Bilder von ihm oder zu dritt o.ä., da ich ebenso die Meinung vertrete, dass er – trotz Generation digital native – sich selbst dafür entscheiden soll. ‚einmal im Netz immer im Netz‘ heißt es ja, das sollte man ggf. eigenverantwortlich in Betracht ziehen.
    Andererseits ist das Internet natürlich nicht zu ‚dramatisieren‘ und möglicherweise ist es genauso falsch Fotos beliebig per whatsapp zu schicken. Aber für’s Erste bleibe ich dabei.
    Etwas anders noch: ich mag deinen Blog sehr gerne und musste schmunzeln in eurem Kinderzimmer das Andy Warhol Plakat zu entdecken. Wir haben von der gleichen Ausstellung „I like boring things…‘ – allerdings in der Küche,-)

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