Mama Talk | „Mama-Momente“ jetzt mal ehrlich…

Der Minimann ist und bleibt unangefochten die Nummer eins der besten Entscheidungen, die der Ehefreund und ich bisher getroffen haben. Diesen Monat dreht sich in unserer Mama-Talk Runde alles um das Thema „Mama-Momente„. Gedanklich habe ich schon einige zusammengefasst, aber man vergisst doch immer die Hälfte.

Mein allererster Mama-Moment: Die Geburt

Ich muss direkt enttäuschen, denn ich kann mit keiner Horror-Geschichte auftrumpfen. Warum ich das so sage? Man bekommt leider das Gefühl, „die Leute“ hören lieber negative Erlebnisse und geben sich mit einem „Es war nicht schlimm.“ weniger zufrieden. Sofort bekomm man als Antwort:  „Na aber, ich habe ja gehört….“. (hier könnte jetzt ein ewiger Monolog stehen, aber dazu lasse ich mich heute nicht hinreisen) 

Nur ganz kurz: Ja, eine Geburt ist mit Schmerzen verbunden. Aber wir sind Frauen, wir sind dafür gemacht. Es hat einen Sinn, dass wir schwanger werden und nicht unsere Männer. 😉

Jedenfalls verlief die Geburt bei uns ohne Komplikationen und alles ging recht schnell. Da war er plötzlich, mein erster Moment als Mama. Die Hebamme legte mir den Minimann auf die Brust und ich wusste sofort: „Du und kein anderer!“ Später in dieser Nacht folgten Äußerungen wie: „Guck mal, da liegt ein Baby zwischen uns. Unser Baby. Verrückt!“

Das erste Jahr

Mama Talk Mamablog die besten Momente

Minis erstes Jahr war voll von wunderschönen Momenten, die jede Mama früher oder später ähnlich empfinden wird. Das erste Lächeln, der erste Zahn, das erste Wort („mam“  – „Oh, er hat Mama gesagt!“ ….„Papa“  -.- ), die ersten Schritte oder die erste Nacht, die das Kind durchschläft. BÄM!

Doch man macht auch andere Erfahrungen, die man bisher so nicht kannte. Die erste Partynacht, die komplett unter dem Motto „brüllen“ stand. Die Nerven lagen blank, weder ich noch der Ehefreund wussten wie wir dem Minimann helfen sollten. Vielleicht liegt ein Pups quer? Müssen wir den Bauch massieren? Im Uhrzeigersinn, oder?  Das Gebrüll hört nicht auf. Hat er Fieber? Er hat Fieber! 39,2 und jetzt? Arzt? Es ist Mitten in der Nacht. Fieberzäpfchen, oder was meinst du? Ratlosigkeit und Hilflosigkeit reichten sich in jener Nacht die Hand. Wenn ich mich recht erinnere, war es das 3 Tage Fieber, das im weiteren Verlauf allerdings harmlos verlief. Damit meine ich, ohne weitere Brüll-Nächte.

Auch das zähle ich zu meinen „Mama-Momenten“ und auch der Papa wurde so schon um einige Erfahrungen reicher. Aber genau diese Momente bringen einen doch näher zusammen, sollte man meinen. Ein romantischer Schnulzenfilm würde hier enden. Die Realität hat aber andere Pläne. Mein Lieblings-Ehefreund und ich, wir arbeiten in Situationen, in denen die Nerven durchaus mal blank liegen, gut zusammen. Ab und zu finden wir noch Platz für eine kleine Meinungsverschiedenheit, wissen aber, dass es in diesen Momenten wenig Sinn macht zu streiten. Hach, man lernt einfach so viel durch Kinder. (kurzes Schmunzeln)

Aber auch die Kleinen lernen. Mama sagt Nein. Kein Problem. (schluchzend) „Paaaapaaaa!“ Schwierig wird es, wenn sich diese bösen Eltern verbünden und auch Papa nein sagt. Nagut, hilft doch alles nichts mehr. Ab, nach hinten fallen lassen und auf dem Boden herum rollen. Wer hat unseren Kindern eigentlich erzählt, dass das irgendwas bewirken soll? Auch ein schöner Mama-Moment. Fragende Blicke, falls dieses Phänomen an einem öffentlichen Ort auftritt, blendet man irgendwann einfach aus. Man wächst doch bekanntlich mit seinen Aufgaben, so ähnlich ist das auch hier. Na klar, das arme Kind hat Hunger, ist müde oder wir sind einfach nur Rabeneltern. Irgendetwas wird schon zutreffen.

Das zweite Jahr

2 Jahre Kleinkind

Unkompliziertes, nächtliches Gebrüll lässt sich im zweiten Lebensjahr ganz leicht steigern.

Hallo Trotzanfall, deine Uhr scheint falsch zu gehen, es ist 2 Uhr nachts! Leider bekommt man da ganz schlecht einen Termin und sollte möglichst flexibel sein. Das erste Mal soll doch immer etwas ganz besonderes sein, etwas das man nicht so schnell vergisst. Dachte sich wohl auch der Minimann und legte richtig los. Da ich bekanntlich nichts von Horror-Geschichten halte, hier ein kleiner Spoiler: Es gibt immer ein Happy End in dem alle Beteiligten erschöpft einschlafen.

Ich kann euch beruhigen, Kinder sind nicht nur nachtaktiv. Tagsüber hat man immer eine Menge Spaß.

Beispiel von letzter Woche: Der Minimann hat unseren Wohnungsschlüssel in der Hand und läuft damit in Richtung Fahrstuhl. Er steht auf Nervenkitzel, weswegen er ihn in Höhe des Fahrstuhlspalts einfach fallen lässt.

Ich: „Ahhhhh, pass auf!“

Minimann (dreht sich zu mir um): „Keine Panik!“

Der Schlüssel fiel nicht in den Fahrstuhlspalt und mein Schock löste sich direkt in lautes Lachen auf. „Woher hat er denn das?“

Gestern früh war das Kind absolut unweckbar. Geschlagene 10 Minuten (ok, ich hab mir aber auch Zeit gelassen) habe ich versucht ihn zu wecken. Es war einfach viel zu niedlich, ihn zu beobachten und abzuknutschen. Durch einen lauten Schmatz auf seinen Bauch, ließ er sich dann aber doch zu einem Lachen hinreisen. „V. schläft noch, Mama.“ – Ich: „Achso, na dann pssst.“ – V: „Ja, psst machen!“

Man merkt es vielleicht, ich könnte ewig so weiter schreiben, denn es gibt einfach unzählige Momente, die es sich zu erzählen lohnt. 

Selbstverständlich haben auch die anderen Mamas so einiges über ihre besonderen „Mama-Momente“ zu erzählen, also schaut auch dort gern vorbei.

Montag  Isabelle
Dienstag  Frauke
Mittwoch  Bea
Donnerstag  Nathalie
Freitag  Ich
Samstag Sabrina
Sonntag  Isy

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