Momlife | Mein Kindergartenkind

Von der Tagesmutter in den Kindergarten

Letzte Woche hieß es „Auf Wiedersehen Tagesmutter, Hallo Kindergarten!“. Dank meinem emotionsgeladenen Hormonhaushalt fiel mir der Abschied deutlich schwerer als dem Minimann. Wir haben den Wechsel von der Tagesmutter hin zum Kindergarten in den letzten Wochen zwar immer wieder thematisiert, aber so richtig verstanden hat er es sicher erst jetzt.

Die Eingewöhnung

Meine Gefühle in Hinblick auf den bevorstehenden Wechsel waren gemischt. Bei der Tagesmutter gehörte er mittlerweile zu den größeren Kindern und hatte dadurch nur einen kleinen Kumpel, der mal mehr, mal weniger Interesse für den Minimann hegte. Im Kindergarten ist er in seiner Gruppe einer der jüngsten und innerhalb der ersten Tage konnte ich schon beobachten, wie er mit immer wachsender Begeisterung alles erkundet und die anderen Kinder kennenlernt. Ich liebe dieses Kind. Seine zurückhaltende Art (er kann durchaus auch anders) und sein schüchterner Blick durch seine braunen Knopfaugen (ein Dankeschön dafür an den Herrn Papa) wiegen den Gegenüber immer erstmal in Sicherheit. Ein cleveres Kind.

Eine wirkliche Eingewöhnungszeit gab es dieses Mal nicht, aber ich konnte mir zum Glück die Zeit nehmen, wodurch ich die Sache deutlich entspannter anging. Wie sich rückblickend heraus stellte, hatte mir der Minimann in diesem Stück allerdings keine große Rolle zugeschrieben.

„Bekomm ich noch einen Kuss?“ – „Nein, winke winke!“ und da war er durch die Tür.

Wenn er mein „Nein“ nur auch immer einfach so hinnehmen würde.

Die Sache mit dem sauber werden

Bei der Tagesmutter war der Minimann tagsüber komplett ohne Windel, was bisher gut funktionierte. Vertieft in ein Spiel kommt es aber schon noch vor, dass er alles um sich vergisst und erst wenn es bereits zu spät ist feststellt: „Ich muss mal aufs Klo.“

Ich dachte zuerst, dass das Thema „trocken werden“ durch die Anzahl der Kinder womöglich untergeht, da die meisten in seiner Gruppe keine Windeln mehr tragen. Meine Bedenken waren bisher aber vollkommen unbegründet. Schon am zweiten Tag wollte er keine Windel mehr tragen und ich bin gespannt, wie es sich in den nächsten Wochen entwickelt. Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, trägt er weiterhin eine Windel, denn den „Ärger“ möchte ich mir und ihm vorerst ersparen.

Da sitzt es nun, mein Kindergartenkind. Er kann es früh kaum erwarten aus dem Haus zu gehen und ich vermute heute Nachmittag wieder folgendes zu hören:

„Kommst du mit nach Hause?“ – „Ich spiel grade noch, Mama.“ 

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