28 Wochen Dickbauch und meine Gedanken über Babys Ernährung

Ich war noch gar nicht lange schwanger, da habe ich mir tatsächlich schon den Kopf über Babyknopfs Ernährung im 1. Lebensjahr zerbrochen. Besser gesagt, fand ich mich plötzlich der Frage gegenüber: „Möchte ich wieder stillen?

Wieso war da plötzlich überhaupt ein Fragezeichen?

Ein gewagtes Thema, ich weiß. So etwas auch noch öffentlich ansprechen? Mutig. Denn seit ich selbst Mama bin, verfolge ich immer wieder, mit Erstaunen und Kopfschütteln zu gleich, wie sich Mütter zu diesem und anderen Themen rund um die kleinen Lieben gegenseitig die Haare ausreisen. Was ist nur los mit euch? Darf nicht jede Frau ganz frei über ihre Brüste verfügen? Ich denke doch. Muss sie sich für ihre Entscheidung rechtfertigen? Nein, wieso auch? Was bleibt uns anderes übrig als das zu akzeptieren? Richtig, gar nichts.

Es ist schon verrückt auf was für einem schmalen Grad man sich doch bewegt. Stillt man nicht, wird man direkt vorverurteilt. Stillt man für den Durchschnitt einen kleinen Ticken zu lang, wird ebenfalls schon mal vorsorglich mit den Augen gerollt.

Die Hintergründe, wieso sich eine Frau bzw. eine Mama entschließt ihr Kind zu stillen, oder eben auch nicht, gehen allein sie etwas an. Es spielen Faktoren eine Rolle, die für Außenstehende zum Glück nicht einzusehen und nachvollziehbar sind. Aber um diese Entscheidung zu treffen, braucht es in der Regel auch keine Meinung von außen.

Aber nun zurück zu meiner anfänglichen Frage. Auch ich war überrascht mit welcher Wucht diese Frage mich tatsächlich getroffen hat. Ich hatte nie Zweifel daran und plötzlich stieg diese unbekannte Angst in mir auf. Angst mit mir und meinem Körper nicht mehr zufrieden zu sein. Oh, hab ich das gerade laut gesagt? 

Da saß ich damals, streichelte meine langsam wachsende Murmel und war einfach nur verunsichert. Natürlich weiß ich, was das Beste für Babyknopf ist. Aber was ist das Beste für mich? Dieser Frage bin ich wie gesagt schon vor einer Weile auf den Grund gegangen und ich denke, ich habe einen Weg gefunden, der für mich gut funktionieren wird.

Ich finde es allerdings wichtig, diese Dinge anzusprechen und sich nicht zu sehr durch „gesellschaftliche Zwänge“ leiten zu lassen.

Ich kann euch nur den Rat geben, euch über die Themen die euch bewegen zu informieren. Redet nicht mit zu vielen, verschiedenen Leuten darüber, denn das verunsichert am Ende nur noch mehr.

Aptawelt beispielsweise bietet eine gute Grundlage, um sich ab dem ersten Tag der Schwangerschaft über alle relevanten Themen zu informieren. Ihr findet dort auch alles rund um das Thema Stillen und die Ernährung im 1. Lebensjahr.

Mich würde wahnsinnig interessieren, ob es euch vielleicht ähnlich ging. Gab es Ängste, die euch plötzlich neu waren? Die Frage richtig sich zwar nur an die Mamas unter euch, aber es ist vielleicht auch für Nicht-Mamas mal interessant zu hören. Hier sind auch wieder die „stillen Leser“ gefragt. 

 

 *Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Aptawelt

11 Kommentare

  1. ich habe mein erstes kind gerade abgestillt. das ging erstaunlich flott, früher als geplant und ist erstaunlich okay für mich – schließlich hat mein körper nun schon weitaus länger als diese 4,5 monate für den kleinen wurm gesorgt. ich gebe zu, dass ich während der ssw nicht daran glauben konnte nicht zu stillen. die „ausreden“ anderer mütter, die es angeblich „nicht konnten“, waren für mich unverständlich. jetzt, nachdem ich über 4 wochen nicht wahrhaben wollte, dass sich der bedarf meines kindes geändert hat, er mit brei und flaschennahrung so viel glücklicher ist, kann ich zugeben, dass stillen nicht immer und zu jedem zeitpunkt das beste ist. ich würde es vermutlich wieder so handhaben-zu beginn stillen und die signale rechtzeitig(er) erkennen. auch um meines körpers willen. dem tut die erholung gut!

  2. Ich denke das Stillen ist kein gesellschaftlicher Zwang, sondern ein natürlicher Instinkt. Flaschennahrung ist eben kein gleichwertiger Ersatz, auch wenn Aptamil als Pulvermilchhersteller das sicher gern bestreitet. Muttermilch ist für das Baby gedacht und auch nicht nur „Nahrung“. Ich meine dein Körper bietet Dir das richtige für dein Baby an: immer die richtige Temperatur, immer dabei, kostenlos. Was willst Du mehr? Ist es nicht bequem genug, weil Papa nicht füttern kann? Ich meine wie lange stillt man voll, 4-6 Monate vielleicht? Du wirst das für dich entscheiden, aber ich finds absolut schade, vorallem dass Du öffentlich in einem mal wieder von Werbung durchzogenem Beitrag darüber schreibst. Du hast so viele Leser, vielleicht auch Erstlingsmuttis die sowas lesen. Informiere Dich mal wieviel die Pulvermilchhersteller Marketing in Entwicklungsländern betrieben haben mit dem Ergebnis, dass dort sehr viele Babies an Flaschenmilch starben, weil die mit verseuchtem Wasser angerührt wurde. Den Frauen wurde ein Bedarf eingeredet (eine Wahlmöglichkeit wie du hier propagierst). Anstatt zu stillen haben die das wenige Geld für das teure Zeug ausgegeben. Naja, Du musst es für dich wissen als Privatperson. Du trittst hier aber als öffentlicher Influencer auf und da würde ich an Deiner Stelle mal mehr auf Ethik achten. Und mal ehrlich… wie gut und objektiv wird eine (Werbe-)Webseite von einem Pulvermilchhersteller wohl sein.

    • Du hast vollkommen Recht, es ist das natürlichste und das bequemste von allen Möglichkeiten die sich einem bieten. 🙂
      Auch Erstlings-Mamas sind ganz bestimmt weitsichtig genug um zu sehen, dass ich auf keinen Fall etwas „propagieren möchte“ und werden für sich selbst merken was am besten funktioniert.
      Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen – ich sehe Stillen nicht als gesellschaftlichen Zwang. Man kann als Mutter nur schnell das Gefühl bekommen, sich an eine „Norm“ halten zu müssen. Aber eben genau das muss doch jeder für sich selbst entscheiden.

  3. Da es bei Nr. 1 mit denn Stillen nicht richtig geklappt hat, hatte ich bei unserem Mini eigentlich nur Angst, dass es wieder so werden würde. Dass ich stillen wollte, stand für mich trotzdem fest. Flaschen auskochen hat mich immer genervt und außerdem bringt unser Großer ja immer mal nen Infekt aus der Kita mit, vor dem Klein A. durch die MuMi (hoffentlich) besser geschützt ist. Ich denke, die Kleinen sind ja eigentlich nur einen Bruchteil ihres Lebens so abhängig von Mama und wenn die Natur das so eingerichtet hat, nehme ich dieses Geschenk gerne an. 💙

        • Bei V. ging es damals wirklich erst nach dem ersten Jahr los. Ich denke, davon können wir dieses Mal nur träumen. Aber ich bin trotzdem guter Dinge 🙂

  4. Ich stille meinen 6,5 Monte alten Sohn noch, allerdings nicht mehr voll, da er mit Freuden isst. Meist ist es eine volle Mahlzeit am Tag, selten eine halbe zweite.
    Als ich schwanger war, habe ich mir fest vorgenommen zu stillen und nun fällt es mir schwer loszulassen, denn ich genieße es. Ich kann aber auch gut nachvollziehen, wenn sich gegen (voll)stillen entschieden wird. _Es gibt immer wieder Mütter. die nach dem Mutterschutz wieder arbeiten. Da müsste abgepumpt werden und das kostet viel mehr Zeit als zu stillen. Zudem es in den meisten Betrieben ja nicht möglich ist (trotz anderslautender Richtlinien) zwischendurch zu pumpen/stillen. Dann kommt es wieder zum Milchsau etcweil die Brust nicht geleert werden kann. Da ist das Flaschefüttern nach wenigen Wochen viel praktikabler. Auch wenn sich zwischen der Muttergesundheit und dem Stillen entcshieden werden muss, weil einfach bestimmte Medikamente dem Kind schaden können, ist meines Erachtens abstillen die bessere Wahl.
    Auch wenn eigentlich alles für das Stillen spricht, kann ich doch Frauen verstehen, die sich dagegen entscheiden, weil die äußeren Umstände einfach nicht dazu passen

    • Danke für deine Worte. Ich sehe es ganz genauso. Genieße es einfach, so lange du es für dich und dein Kind als richtig erachtest. 🙂

  5. Bei uns war es von Anfang an schwierig mit Stillen.Die Kleine immer zu leicht laut Hebamme und Arzt und wir am Rand mit den Nerven.Nach 5Monaten Rumprobieren abgestillt.Beikost und Flasche.Alle Happy und zufrieden.Jetzt mit einem Jahr ist sie Pausbäckig und mampft alles.Ich weiss nicht,ob ich mir beim Zweiten nochmal sowas antun würde.Wenn ja,sicher nicht so lange.Ich verstehe dich voll und ganz

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