Being a mom | Was das Mama-Dasein aus mir gemacht hat

OH BOY

3 Jahre später sitze ich hier, tippe diese Zeilen und kann es immer noch nicht ganz glauben. Ich bin Mama, so richtig, mit allem was dazu gehört. Man könnte meinen, ich hatte jetzt doch genug Zeit mich daran zu gewöhnen und es stimmt auch. Natürlich bin ich nicht halb so überrascht darüber, wie es vielleicht klingen mag. Obwohl Kinder so gut wie täglich für eine Überraschung gut sind.

Beispiel: Der Minimann kommt mit seinem Plüsch-Hasen in die Küche gerannt und hält ihn mir direkt vor mein Gesicht. Mitten auf der Stupsnase prangt ein dicker Rotzepopel. (Entschuldigt den Ausdruck, aber so versteht auch wirklich jeder etwas darunter.)

„Guck mal Mama, der Hasi hat Schnupfen.“

Zum Glück sinkt die Ekelgrenze beim eigenen Kind mit dem Tag der Geburt rapide ab. Das Schnupfnasen-Problem war also schnell bereinigt.

Ich habe in den letzten drei Jahren viel gelernt, vor allem über mich selbst. Nie zuvor war ich so verletzlich, angreifbar und sensibel. Gleichzeitig hast du mich unglaublich wachsen lassen und gibst mir eine Stärke, die ich vorher ebenso wenig kannte. Du hast mir meine Grenzen gezeigt und manchmal sogar Wege um eben diese Grenzen zu überwinden.

Du bist unser kleiner Mensch und ich könnte mit deinem Papa jeden Tag aufs neue dafür abklatschen.

Noch nie habe ich Stolz in so einer Form empfunden (Moment, erstmal eine Träne wegwischen). Natürlich habe ich mich in meinem Leben schon über Erfolge und andere Dinge gefreut, aber ich glaube, du hebst das alles noch mal auf ein ganz neues Level. Wahrscheinlich weil ich es nicht als selbstverständlich ansehe. Weil man jeden Tag etwas dafür gibt – Zeit, Kraft und jede Menge Liebe. Es mag so alltäglich aussehen, aber es sind selbst die kleinsten Augenblicke die 100% von uns verlangen.

Dein kleines Wesen ist einfach umwerfend. Nie werde ich den Moment vergessen, als du mich zum ersten Mal hast weinen sehen. Ich hätte es gern vor dir verborgen, aber du wusstest sofort bescheid.

„Mama, ich komm hoch zu dir und tröste dich!“ Der Satz aus deinem Mund und deine kleinen Ärmchen um meinen Hals haben die Sache zwar nicht unbedingt beruhigt aber mir einmal mehr gezeigt, wie wunderbar du bist.

Du hast mich zu deiner Mama gemacht, zu dem wer und wie ich heute bin. Dafür kann ich mich gar nicht genug bei dir bedanken.

Ich wollte mir die Freundentränen eigentlich für deine Schwester aufheben, aber wahrscheinlich sind meine Wasserspeicher gut gefüllt und ich muss mir darüber keine Gedanken machen.

Du bist alles für mich, mein kleiner Muck!

Being a mom – Teil 1 / Teil 2 / Teil 3

4 Kommentare

  1. Mandarineapfelsine

    Hach – schön geschrieben.
    Wie schön es ist, wenn er das dann irgendwann auch einmal lesen kann/wird!
    Alles Gute für die letzten Dickbauchtag

  2. Es ist so herrlich dir beim Mama sein zuzugucken/sehen/hören! Folge dir erst seit 3 Wochen, aber deine lässige Art und deine persönlichen Posts mag ich sehr!!

  3. (Moment, nur noch kurz das Tränchen wegwischen) wunderwunderwunderwunderschön und sehr treffend geschrieben. Ich finde es wahnsinnig schwer solche Gefühle in Worte zu fassen, aber dir ist das perfekt gelungen!

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