Ein bisschen Leben nebenher.

Man könnte meinen, mit zwei Kindern geht es hektisch zu. Das ist auch so, aber die meiste Zeit und wenn man sich auf ihr Tempo einlässt, entschleunigen Kinder ungemein. Würden wir die Welt mit ihrem Verstand sehen, es wäre so viel lustiger und freundlicher.

Beispiel: Der Minimann und ich stehen im Fahrstuhl, auf dem Boden ist eine feuchte, schmierige Spur von einem Fahrrad oder Kinderwagen.

Minimann: „Ohh! Guck mal!“

Ich: „Ja, der Boden ist ganz dreckig.“

Minimann (hockt sich freudestrahlend hin): „Das ist eine Schneckenschleimspur. Wo ist die Schnecke hin? Siehst du sie?“

Ich musste in dem Moment unglaublich lachen. Leider haben wir die Schnecke nicht gefunden, waren uns aber einig, dass sie sicher gerade eine Pause macht.

Ich dachte, ich lasse euch an dieser Kleinigkeit teilhaben, denn genau solche Momente vergehen viel zu schnell. Auch wenn es hier, vielleicht etwas ruhiger ist, es passiert genug Leben nebenher.

4 Kommentare

  1. Wie recht Du hast! Leider fällt es uns erwachsnen oftmals gar nicht so leicht den Kindern richtig zuzuhören, weil wir viel zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt sind.

    Dabei betrachten die Kleinen unsere Welt so vorurteilsfrei und neugierig, dass wir viel von Ihnen lernen können 💕

  2. Es ist jetzt 22:05 Uhr und meine beiden Jungs schlafen (endlich). Wir sind wie immer um 20 Uhr ins Bett, aber beide waren noch zu kuschelig, Felix wollte erzählen und Emil kam nicht zur Ruhe. Erst war ich genervt, weil ich für den Abend eigentlich andere Pläne hatte. Aber irgendwann merkte ich wie schön dieser Moment eigentlich ist. Wie wir drei gemeinsam in dieser kleinen Familienwolke im Bett liegen, zu sehen wie der Große seinen kleinen Bruder anhimmelt und dabei den Regentropfen die draußen aufs Dach prasseln zu lauschen…

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