Minimalismus (einfach) leben, aber wie?

Heutzutage wird Minimalismus gern mit einem Hashtag versehen und steht so unteranderem auch für aufgeräumte, oft auch hell und weiß eingerichtete Wohnungen und Häuser. Ich selbst habe diesen Hashtag verwendet und doch stand er für nichts anderes als eine kleine aufgeräumte Ecke unserer Wohnung. Es ist leicht etwas für den Moment hübsch aussehen zu lassen. Nur reichen diese Momente allein nicht aus um wirklich Ordnung zu haben.

„Ich habe nichts zum Anziehen!“

Irgendwann hat mein Mann bei diesem Satz aufgehört zu lachen und nur noch mit den Augen gerollt. Verständlich, denn er hörte diesen Satz immer dann, wenn ich vor meinem vollen(!) Kleiderschrank stand. Vermeintlich clever und nichts ahnen wie Recht ich damit hatte, änderte ich meinen Satz irgendwann in: „Ich fühl mich in den Sachen einfach nicht wohl.“ Spätestens hier hätte ich stutzig werden müssen.

Es hat noch eine ganze Weile gedauert, bis ich endlich verstand, dass ich mich von den Sachen, in denen oder mit denen ich mich nicht wohl fühle, trennen muss. 

Momentan bin ich gerade auf den letzten Seiten des Buches „Einfach leben“ von Lina Jachmann – Der Guide für einen minimalistischen Lebenstil – und bin mir sehr sicher, dass ich in den letzten Jahren kein anderes Buch so schnell durchgelesen habe wie dieses. Es beschreibt den minimalistischen Lebensstil in allen Facetten und gibt gute Tipps und Denkanstöße.

Mein Weg zu mehr Minimialismus im Alltag

French Press statt Filtermaschine

Noch bevor ich das Buch gekauft hatte, tauschte ich unsere große Filterkaffeemaschine gegen eine kleine French Press ein. Ich bin in diesem Haushalt, auch auf die nächsten 14 Jahre gesehen, die einzige Kaffeetrinkerin. An Geburtstagen, Weihnachten und Ostern wird uns eine Lösung einfallen, da bin ich mir sicher. Der Kaffee schmeckt jetzt nicht nur viel besser, sondern wir haben auch mehr Platz auf der Arbeitsfläche.

Upcycling statt Einweg-Seifenspender

Die Glasflaschen von Lemonaid machen nicht nur als Seifenspender eine gute Figur, ich nutze sie auch für Öl und Essig. Als Pumpspender stehen sie mittlerweile in der Küche und in beiden Bädern.

Über schöne Zufälle. 🎀 @isiak_m #matchymatchy #lemonade #upcycling #mafflumomente

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Dinge verkaufen, die einen nicht mehr glücklich machen

Nachdem ich vorgestern 51(!) Teile aus meinem Kleiderschrank aussortierte, habe ich kurzerhand den Knopf Sale ins Leben gerufen. Dort findet ihr in Zukunft immer mal wieder Dinge von mir, dem Minimann und der Knopfmadame. Schaut gern vorbei.

Eigentlich sollte heute ein neues Wunschkarussell kommen, aber das passt in meinem Kopf gerade nicht zum Thema „Minimalismus“. Vielleicht kann ich euch aber ein paar Dinge in ein Karussell packen, die damit zu tun haben. Was meint ihr? Habt ihr Interesse?

11 Kommentare

  1. Bei uns „läuft“ die French Press auch an Geburtstagen,Weihnachten und Ostern 😋!Wir bereiten dann 2-3 Isokannen vor!Oder,seit die Kleine da ist und dementsprechend immer sehr viele Kaffetrinker auf einmal im Haus sind,bringt die Schwiegermama ihre Kaffeemaschine mit 😊!

  2. Ich versuche gerade bei den Klamotten auch immer mehr auszumisten. Vor allem bei mir – bei den Kindern fällt mir das schwerer, die haben aber auch nicht so viel.
    Wo hast Du denn die Pumpspender-Aufsätze für die Flaschen her?
    Wenn ich mal Zeit habe schnappe ich mir auch gerne eine große Tüte und laufe durch die Wohnung und sammle alles ein was so vor sich „hinkruschtelt“ und meisten schmeiße ich davon dann auch tatsächlich die Hälfte weg.
    Ich finde aber – gerade mit zwei Kindern – ist das manchmal wie ein Kampf gegen Windmühlen….

    • Die habe ich bei IKEA gekauft. Bzw. sind die Aufstätze der Pumpflaschen dort perfekt dafür geeignet. Du findest aber auch direkt auf der Lemonaid Seite die Pumpspender.

  3. Puh grade beim Klamotten aussortieren habe ich so garkein Problem, das Problem besteht eher darin im Anschluss (wenn denn etwas benötigt wird) sinnvoll zu kaufen. Das gelingt mir leider nicht immer, grade weil die Schaufenster von H&M, Zara und co eine magische Anziehungskraft haben. Wie gehst du an die Sache ran? Möchtest du überhaupt sinnvoller, ökologischer etc konsumieren? Interessiert mich wirklich. 🙂

    • Ja möchte ich und ich merke sogar schon, wie es mein Kaufverhalten beeinflusst. Ich gehe natürlich auch gern durch H&M und Zara, allerdings habe ich es jetzt schon einige Male gehabt, dass ich Sachen wieder zurück gehangen habe.
      Ich überlege mir wirklich lange was ich jetzt brauche und was nicht wirklich notwendig ist.

  4. Jaaa, das Buch hat mich so zum Nachdenken gebracht! Ich bin dem Minimalismus verfallen und arbeite mivh von Bereich zu Bereich durch. Gerade in der Kosmetik merke ich, dass ich nicht viel brauche. Ein tolles Buch!

  5. Pingback: Es wird Herbst im Kleiderschrank – SMAG

  6. Pingback: Minimalismus | Ein erster Versuch für etwas mehr Nachhaltigkeit – SMAG

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