Minimalismus | Ein erster Versuch für etwas mehr Nachhaltigkeit

„Weniger ist oft mehr, merk dir das.“ – Ja, Mama!

Meine Mama hat sich in dieser Hinsicht gern und oft wiederholt. Damit wollte sie wahrscheinlich erreichen, dass ich irgendwann zu höre und auch verstehe was sie meint. Es hat etwas gedauert, aber 15 Jahre später bin ich auf einem ganz guten Weg.

Minimalismus – und was kommt dann?

Schon seit eine Weile setze ich mich jetzt mit dem Thema „Minimalismus, einfach leben“ auseinander und versuche es jeden Tag ein Stück mehr in unseren Alltag zu integrieren. Vor über einem Jahr habe ich, aus diesem Grund, nach und nach all unsere Plastikdosen und -behälter, durch das Upcycling von Glasflaschen ersetzt.

Nachhaltige Produkte im Haushalt

Umweltfreundliches Kindergeschirr aus Bambusfasern hatte ich dem Minimann bereits gekauft, da war ich noch weit von Minimalismus und Co. entfernt. Es war bunt und praktisch, mehr musste ich damals nicht wissen. Heute weiß ich, dass es ein echter Glücksgriff war, denn das Geschirr von EKOBO ist frei von BPA und anderen Weichmachern.

Verschlussklammern aus Edelstahl, wie beispielsweise die Clip Clip Serie von HAY, sehen nicht nur hübscher aus, sondern sind auch um einiges langlebiger als ihre schnöden Verwandten aus Plastik.

Spülbürsten mit Holzgriff haben den Vorteil, dass man den Bürstenkopf mit Naturfasern easypeasy austauschen kann. Ich war bisher immer ein Fan von diesen Bürsten mit Saufnapf, allerdings halten sie nicht wirklich lang und die Farbauswahl ist ebenfalls sehr begrenzt.

Wäscheklammern aus Holz sehen nicht nur schöner aus, sondern lassen sich auch ganz leicht als Heftklammer zweckentfremden.

Komposteimer zählen nicht unbedingt zu den Interior-Must-Haves 2017 aber sie erfüllen definitiv ihren Zweck. Ich habe unsere Mülltrennung in den letzten Jahren etwas schleifen lassen, aber seitdem der Minimann seinen Müll selbst wegwirft, möchte ich wieder mit guten Beispiel voran gehen.

Holzschneidebretter gehen in allen Größen und Formen, sie sehen einfach immer schön aus. Es hat tatsächlich eine Weile gedauert, bis dieses Wissen auch bei mir ankam, aber schon eine kleine Menge Olivenöl reicht aus um alte Holzbretter im neuen Glanz erstrahlen zu lassen.

Stoffbeutel mit Reisverschluss für Unterwegs sind mittlerweile ein Muss, wenn man auf Plastiktüten verzichten möchte. Mit zwei Kindern einkaufen zu gehen, kann durchaus spannend sein. Besonders interessant wird es, wenn das größere Kind etwas in der Einkaufstasche entdeckt, was es unbedingt haben möchte. Auf der einen Seite das Baby und auf der anderen ein Kleinkind, dass an der Tasche zieht. Was für Außenstehende lustig aussehen mag, ist alles andere als amüsant. Ein Beutel mit Reisverschluss scheint mit daher die ideale Lösung.

Strohhalme aus Edelstahl vermeiden nicht nur Müll, sondern sehen außerdem noch gut aus.

Trinkflaschen aus Glas sind nicht nur hitzebeständiger, sondern dank ihrer glatten und kratzsicheren Oberfläche um einiges hygienischer.

Brotboxen aus Edelstahl sind umweltfreundlich und kommen ohne Plastik aus. Sie sind zwar nicht auslaufsicher, da sie keine Dichtungsringe haben, aber dafür langlebiger und unempfindlicher.

Töpfe aus Terrakotta erinnern mich an die alten Töpfe, die früher bei meiner Oma auf dem Herd standen. Damals wurde noch mit Kohle gefeuert und die ganze Platte wurde heiß. Das Spülbecken war lediglich eine große Emaille Schüssel, die sich unter einer großen Klapptür verstecken ließ. Wenn ich genauer darüber nachdenke, fällt mir ein, dass meine Oma sogar heute noch eine Schüssel in ihrer Spüle stehen hat. Generell ist meine Auswahl nicht wirklich neu und unbekannt, wie heißt es so schön: „Das ist alles schon mal da gewesen:“

Wer anfängt, das Leben zu vereinfachen und von Überflüssigem zu befreien, beginnt oft mit kleinen, oberflächlichen Dingen. Zuerst wird der Kleiderschrank entrümpelt, dann der Badezimmerschrank und dann die Wohnung. Doch irgendwann geht es nicht mehr um die Teile, die gehen, sondern um die, die bewusst bleiben.Einfach leben von Lina Jachmann

Seitdem ich meinen Kleiderschrank radikal aussortiert habe, gehe ich tatsächlich viel bewusster einkaufen. Natürlich gibt es eine Menge Sachen die mir gefallen. Aber wenn ich mir überlege, wie oft ich sie unterm Strich wirklich anziehen werde, siegt dann meistens die Vernunft.

Wie ist das bei euch? Habt ihr euch schon mal mit dem Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit auseinander gesetzt? 

4 Kommentare

  1. Schöne Sachen und toll erklärt. Ich arbeitete im Bereich Nachhaltigkeit, daher ist das Bewusstsein voll da.
    Der Komposteimer war bei uns der Windeleimer 😀 Ist nämlich ziemlich geruchsdicht. Nun hatte ich mich auch an Stoffwindeln probiert, aber damit bin ich kläglich gescheitert.
    Das mit der Bürste probiere ich auch mal aus. Darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht Danke!!

  2. Schöner Beitrag. Ich bin tatsächlich eine Weile um das Buch „einfach leben“ herumgeschlichen. Als du es dann vorgestellt hast und meintest, du hättest es innerhalb von 2 Tagen (oder so) durchgelesen hab ichs auch gekauft – und mir gings genauso. Inspiriert durch verschiedene Sichtweisen ist für jeden etwas dabei. Den komposteimer finde ich interessant, den kannte ich noch nicht.

  3. Sehr schöner und für mich interessanter Beitrag. Ich schleiche noch um das Buch „einfach Leben“ herum und frage mich ob ich DAS wirklich brauche… ?!
    Dennoch ein sehr interessantes thema und für mich absolut spannend! Da geht noch einiges …

    Grüße Maxi

  4. Hallo! Ich bin über einen Instragram-Link von Eco Brotbox auf deinen Beitrag – und deinen schönen Blog! – aufmerksam geworden. Das sind wirklich schöne Produkte, die du ausgewählt hast – die Klammern von Hay kannte ich noch nicht, die wären ein toller Ersatz für meine jetzigen grellgrünen Plastikteile von IKEA.

    Mit Declutter, Minimalismus, Vereinfachen und ZeroWaste beschäftige ich mich ungefähr seit Jahresbeginn. Bei mir begann es auch ganz klassisch mit dem Kleiderschrank, dann die komplette Runde KonMari durchs Haus. Was sich besonders gelohnt hat – optisch, bei der Zeitersparnis und sogar finanziell – war es, bei den Pflege – und Reinigungsprodukten und den Haushaltshelfern nach und nach zu vereinfachen und auf nachhaltige Dinge umzustellen. Da bin ich immer noch dran. Was sich bei mir bewährt hat:

    Edelstahlbrotbox, Edelstahltrinkflaschen, Spülbürste mit Holzgriff, Kupferschwamm und Kupfertücher, Gemüse-, Obst- und Brotbeutel aus Leinen, echte Zahnseide, SWAK, Zahnputztabletten, Bambuszahnbürsten, Aleppo-Seifen zum Duschen, Rasieren, Haarewaschen und als Handseife, Kokosöl, waschbare Koksmetikpads, Holzkämme und Holzbürsten, selbstgemachtes Peeling.

    Liebe Grüße und viel Erfolg bei deinem tollen Weg
    Susann

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