Between Mondays #10 | Zeitumstellung für Fortgeschrittene

Ich war bisher immer der Meinung, dass die Zeitumstellungen eher den kleineren Mitmenschen unter uns zu schaffen macht. Plötzlich wird es mitten am Nachmittag schon dunkel draußen. „Wir können doch eine Taschenlampe mit auf den Spielplatz nehmen, oder?“ An Lösungsvorschlägen, was man gegen das frühe Dunkelwerden machen kann, mangelt es uns jedenfalls nicht.

Dieses Mal bin ich es allerdings, die mit einem Jet-Lag zu kämpfen hat. Es wäre vielleicht alles einfacher gewesen, hätte ich vorgestern nicht vergessen meine Armbanduhr umzustellen. Am Montag habe ich dadurch nicht nur den Minimann eine Stunde eher aus der KITA abgeholt und mich vorher noch gefragt warum es denn schon so spät sei, sondern auch die Knopfmadame schon 17 Uhr ins Bett gebracht. Sie war müde, es war dunkel draußen und ich hatte nicht die geringsten Zweifel daran, dass ich eine Stunde zu früh dran war.

Mit Hinblick auf den gestrigen Abend bzw. die Nacht war das wirklich leichtsinni. Ich war erst früh um 4 Uhr wieder zu Hause und Knopfi ab 8:30 Uhr ein munteres Putz. Natürlich hätte die Nacht auch wesentlich kürzer ausfallen können, dessen bin ich mir bewusst. Aber passend dazu hatte sie gestern und heute die wohl „anstrengensten“ oder unausgeglichensten Tage ihrer bisherigen Babykarriere. „Ablegen“ egal ob Rücken- oder Bauchlage war der erklärte Feind und Stillstand wurde auch nur mit einem Meckern akzeptiert. Nun gehöre ich nicht zu den Mamas die sich mit dieser unglaublichen Ausdauer durch den Tag wippen. Ich finde das absolut bemerkenswert. Manche Frauen scheinen eine Art Sensor zu besitzen. Beim kleinsten Mucks des Kindes fängt der ganze Körper ruhig und gleichmäßig an zu wippen.

Ich kann vielleicht nicht wippen, aber tragen funktioniert wunderbar. Also verbrachte Knopfi den Vormittag in unserem ErgoBaby und unterstütze mich tatkräftig beim aufräumen. Immer wenn es ihr zu langsam oder ruhig wurde, gab es sofort Protest.

Irgendwann war es ihr dann aber doch zu langweilig und sie schlief ein.

 
Der Minimann verbrachte den Tag heute im Pyjama und war nachmittags ein super Baby-Animateur.

Was letzte Woche noch wichtig war

 

Rot war und ist momentan definitiv eine meiner Lieblingsfarben, was man bei Instagram vielleicht sogar gemerkt hat. Außerdem stand noch die Frage nach einem Halloween-Kostüm im Raum. Meine Verkleidung war eher einfallslos, aber mein Puppengesicht ist mir doch ganz gut gelungen, wie ich finde. Zum Glück habe ich vorher einen Probe-Durchlauf gemacht, bei dem ich gemerkt habe, dass man Wimpern auch falsch herum ankleben kann. Auf dem Bild fehlen natürlich noch die Wimpern oben und mir war bis gestern auch nicht klar, wie merkwürdig sich das anfühlt.

Was meint ihr zu meinem Gesicht? Kann man schon so machen, oder?

Gehört ihr zu den Mamas mit eingebautem „Wipp-Sensor“? Ich möchte mich auf keinen Fall darüber lustig machen und ich hoffe, es versteht auch jeder richtig. Aber habt ihr schon mal Dinge gewippt, weil beispielsweise im Hintergrund euer Kind unruhig war? Ich stell mir das so ähnlich vor, wie wenn man den Einkaufswagen vor und zurück schieben, weil man meint den Kinderwagen vor sich zu haben.

4 Kommentare

  1. Okay jetzt musste ich kurz lachen…du bringst die Kleine um 17 Uhr ins Bett und beschwerst dich, wenn sie um 8:30 Uhr munter ist?!? Sorry, aber das ist doch der Jackpot?!? Ich würde sagen, meckern auf höchstem Niveau 😒

  2. Ich gehöre definitiv zu denen mit eingebautem Wippsensor. Das geht mir aber manchmal selbst auf die Nerven und geht soweit, dass ich sogar noch wippe, auch wenn jemand anderes mein Kind auf dem Arm hat…

    • 😀 herrlich. Wahrscheinlich ist so etwas angeboren. Bei mir regt sich da absolut nichts. Aber ich puste dafür auch gern mal meinen Joghurt an, weil er zu heiß sein könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.