Leben, Mama-Ich
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Wir wachsen alle mit unseren Aufgaben, auch unser Immunsystem.

 

„Mama, wir können nicht rausgehen – es regnet. Da tropft es uns ins Gesicht.“

„Klar können wir, der Regen kann uns doch nichts.“

„Nein! Ich will aber nicht raus!“

„Guck mal, nimm doch den Regenschirm.“

„Jaaaaa, Regenschirm!“

 

Der Minimann weiß noch nichts von diesem Immunsystem, dass in jedem von uns steckt und uns schützt. Gegen Regentropfen kann es war auch nicht viel ausrichten, aber wie sagte meine Oma immer so schön: „Wir sind doch nicht aus Zucker!“.

Wir haben jetzt die Zusage für den Kita-Platz der Knopfmadame und freuen uns schon auf all die neue Bakterien und Viren, die dann im Doppelpack auf uns zukommen. Das Immunsystem der Kleinen entwickelt sich maßgeblich in den ersten beiden Jahren. Der Mini hat diese Zeit schon erfolgreich und mit nur wenigen Infekten hinter sich gelassen und nun liegt es an uns, auch Knopfi dahingehend gut zu unterstützen.

Eine wunderbare Übersicht zum Thema „Wie man das Immunsystem von Babys und Kleinkindern unterstützen kann“, findet man übrigens auf Aptawelt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals, kurz nach Minis Geburt verunsichert war, ob ich denn im kühlen Februar schon mit ihm rausgehen kann. Mittlerweile bin ich natürlich schlauer und um ein weiteres Kind erfahrener, aber manchmal hilft es tatsächlich etwas nochmal nachlesen zu können.

Ich versuche jede Woche mehrmals mit beiden Kindern rauszugehen. Denn wie heißt es gleich so schön? Frische Luft stärkt die Abwehrkräfte und unser Immunsystem. Zugegeben, mein großes Kind ist nicht unbedingt der Erste der „hier“ schreit, wenn es darum geht sein Lego aus der Hand zu legen um sich anzuziehen. Sind wir erst einmal draußen, gibt es dann häufig kein Halten mehr. Es werden Stöcke gesammelt, Blumen oder Blätter für die kleine Schwester gepflückt und minutenlang Käfer und andere Tiere beobachtet.

Unser Immunsystem wächst mit seinen Aufgaben

 

Jede Mama hat schon von dem berühmten „Nestschutz“ gehört, den Babys während ihres ersten Lebensjahres haben.  Beim Minimann konnte man das damals tatsächlich sehr gut beobachten. Das erste Jahr verging fast ohne irgendeinen Infekt, erst als er zur Tagesmutter ging, kamen auch die ersten Krankheiten. Mir war bis dahin nicht bewusst, wie einen diese Kinderviren umhauen können. Innerhalb von Stunden lag oft die ganze Familie flach.

Dazu gibt es ebenfalls eine Menge hilfreiche und gut gegliederte Informationen und Tipps auf Aptawelt. Ich hab damals, zum Thema Spucken bei Stillkindern  gute Ansätze gefunden. Man kann sich außerdem Ratgeber zu den unterschiedlichsten Themen als PDF herunterladen, was ich richtig gut finde. Egal ob Beschwerden in der Schwangerschaft oder Informationen über Babys Verdauung, es ist alles dabei.

Kurz nach Knopfis Geburt gab es damals ein kleines Willkommens-Geschenk aus der Kita mit nach Hause – eine dicke, fette Erkältung. Da stand ich nun, Zweifach-Mama die eigentlich Bescheid wissen müsste, mit meinem 3 Wochen alten Baby und spürte, wie sich ein Gefühl der Überforderung in mir breit machte. Doch wie auch das Immunsystem, wachsen wir mit unseren Aufgaben und so meisterten wir auch diese Erkältung, mit Erfolg. 😉

Momentan schlagen wir uns, trotz Kindergartenkind, ganz gut durch die nasskalte Jahreszeit. Zumindest so gut, dass mein Mama-Gedächtnis es recht schnell wieder löscht und als nicht so schlimm einordnet.

Die Apothekerin unseres Vertrauens meinte übrigens schon ein paar Mal, es sei wirklich selten, dass ein Kind mit fast 4 Jahren noch nie ein Antibiotikum nehmen musste. Ich drück die Daumen, dass es auch weiterhin so bleibt.

So versuchen wir unser Immunsystem zu stärken

 

Es gibt kein Patentrezept, um möglichst gesund zu bleiben, aber man kann sein Immunsystem bzw. das der Kinder auf natürliche Weise unterstützen.

Hier husten momentan gerade 2 von 4 Familienmitgliedern und der Dritte lahmt auch schon ein wenig. Ich bin also seit ein paar Tagen im absoluten „Mama-Modus“ und habe rund um die Uhr Bereitschaftsdienst. Mir fällt dafür gerade keine bessere Bezeichnung ein. Ich höre mich an wie eine Schallplatte, die niemand anhören möchte.

„Versuch doch bitte deiner Schwester nicht direkt ins Gesicht zu husten, nimm den Arm vor den Mund.“

„Arm vor den Mund.“

„Arm! BITTE!“

Wir sind hier sehr weit weg von sterilen Verhältnissen und darüber bin ich mehr als froh. Aber bei Erkältungen o.ä. bin ich hartnäckig, da gibt es keine Ausnahmen.

Die 3 Sekunden Regel und die Sache mit dem Dreck

Im Kindergartens gibt es einen Baum, bei dem es sich der Minimann zur Aufgabe gemacht hat, alle Wurzeln (und ich meine wirklich alle) freizulegen. Egal ob es regnet, die Sonne scheint oder es stürmt, mein Kind sitzt unter diesem Baum und gräbt, als würde er nach einem Schatz suchen. Seit letztem Sommer verzichtet er nun auch auf seine Schaufel. Er hat ja schließlich zwei gesunde Hände. Mir ist in den vergangenen Monaten regelmäßig das Gesicht eingeschlafen, wenn er nachmittags unter seinem Baum hervorgekrochen kam.

„Mama, ich hab ein bisschen im Dreck gespielt. Das macht aber nichts, denn wir können ja duuuuschen.“

„Gut kombiniert, Watson!“

„Was hast du gesagt, Mama?“

Es hat tatsächlich ein paar Wochen gedauert, aber mittlerweile stört mich der Anblick meines komplett eingedreckten Kindes kaum noch. Diese Tatsache stärkt nicht nur sein Immunsystem sondern auch meine Nerven.

Wenn zu Hause etwas Essbares auf den Fußboden fällt, dann heben wir es in der Regel einfach auf, pusten es ab und essen es. Ihr kennt sicher das Prinzip der „3 Sekunden Regel“ und auch der Minimann kann damit mittlerweile etwas anfangen.

Als vor einer Weile einem Mädchen im Kindergarten ein Gummibärchen auf den Fußboden fiel, handelte er nach bestem Wissen und Gewissen. Er hob es auf und gab ihn ihr zurück. Ich war noch total verblüfft von der Tatsache, dass er es ihr zurückgab und es sich nicht selbst in den Mund steckte, als die Mama des Mädchen plötzlich laut dazwischen funkte: „Ihh, gib das her! Das kannst du nicht mehr in den Mund nehmen, das lag doch auf dem Boden!“

Was folgte, war ein Moment, der mein Mama-Herz höher schlagen ließ.

Der Minimann schaute irritiert die Mama des Mädchens an, dann mich, nahm das Gummibärchen, steckte es sich in den Mund und schmatzte etwas unverständlich: „3 Sekunden Regel!“.

Mir fiel es in diesem Augenblick wirklich nicht leicht, Haltung zu bewahren, denn hinter meiner Stirn klatschte und jubelte es laut Beifall.

Oh ja, das ist mein Sohn. Hauptsache Essen.

Apropos Essen

Wenn der Minimann nach dem Kindergarten geduscht hat, gibt es hier regelmäßig einen großen Obststeller. Er hat mittlerweile akzeptiert, dass seine Schwester nun ebenfalls beherzt zugreift und für sich rausgefunden, dass er einfach etwas schneller essen muss, damit er genug bekommt.

Seit zwei Wochen trinkt Knopfi jetzt selbstständig aus ihrer, mit Wasser gefüllten, Trinkflasche, ohne dabei nach hinten umzukippen. Zwei- bis dreimal am Tag bekommt sie außerdem ihre Kindermilch. Sie isst zwar schon sehr abwechslungsreich aber so weiß ich, dass sie auch ausreichend mit den richtigen Nährstoffen wie z.B. Vitamin A, C und D versorgt ist.

Für den Minimann steht immer eine Karaffe auf dem Tisch, so kann er sich Wasser nehmen, wenn er Durst hat.

Ausreichend Schlaf

Ähnlich wie wir braucht auch unser Immunsystem ausreichende Ruhephasen. Im Schlaf steigt die Zahl der natürlichen Abwehrzellen, was für eine erfolgreiche Bekämpfung von Bakterien und Viren von großer Bedeutung ist. Unsere Abendroutine ist jeden Abend gleich und so fällt es vor allem der Knopfmadame nicht schwer in den Schlaf zu finden. Der Minimann ist da natürlich schon etwas cleverer und versucht das zu Bett gehen gern etwas hinaus zuzögern. Zum Glück sind es von „Ich bin aber nicht müde!“ hin zu dem Moment, wo er einschläft oft nicht mehr als 30 Minuten.

Wie ist das bei euch und euren Kindern? Was macht ihr um das Immunsystem zu unterstützen und zu stärken?

*Der Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Aptawelt. Vielen Dank.

 

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