Alle Artikel in: Mama-Ich

Ich habe mein Kind zurück.

Irgendwann nach der ersten Hälfte meiner zweiten Schwangerschaft fing es an, es war ein schleichender Prozess und doch traf es mich wie ein Schlag, als mein Sohn sich langsam von mir entfernte. Mein Bauch hatte deutlich an Umfang zugelegt und auch wenn ich mich bemühte ihn nicht ständig darauf hinzuweisen, hörte ich mich immer wieder sagen: „Pass auf, mein Bauch!“ oder „Spring bitte nicht so auf mir herum.“. Ein Teufelskreis und dabei war er nicht mal übermäßig wild. Er war bloß ein Kind, dass mit seiner Mama spielen und rumtoben wollte. Ich glaube, der „erste größere Bruch“ kam, als er irgendwann auf dem Weg nach Hause stürzte. Er wollte auf meinen Arm und ich hatte einfach nicht die Kraft und Luft um ihn die 100m bis zu unserer Wohnungstür zu tragen. Nach den ersten Metern musste ich anhalten und ihn unter lautem Protest wieder absetzen. Da standen wir also, beide irgendwie wütend auf mich, er weinend und ich den Tränen nahe. Das war der erste Abend an dem ich ihn nicht mehr ins Bett bringen durfte. Papa …

Babyupdate | 5 Monate Zweifach-Mama

Seit über einer Woche möchte ich die Zeilen schon tippen und irgendwie kam mir immer das gute Wetter und dieser kleine Spatzmauser hier dazwischen. 5 Monate Speckbaby, 5 Monate Zweifach-Mama, gab es eigentlich eine Zeit davor? Natürlich gab es die, aber es fühlt sich einfach so an, als wäre es schon immer so. Wir Vier. Es ist sehr lustig, nochmal die ersten 5 Monate Minimann zu lesen. Soll das wirklich schon so lange her sein?  5 Monate mit der Knopfmadame? Manchmal passiert es und ich quetsche sie noch in eine Größe 62, wenn ich den Fehler bemerke, bin ich oft zu faul sie dann noch mal umzuziehen. Also heißt es Bauch rein und schnell die Druckknöpfe schließen. Aus diesem Grund habe ich erst vor ein paar Tagen ihre Schublade aussortiert und neu eingeräumt. Jetzt herrscht für eine Woche wieder Ordnung. Machen wir uns nichts vor Babyschubladen sind doch nie lange ordentlich einsortiert, oder etwa doch? Beim Minimann zog erst Ordnung ein, als er seinen eigenen Kleiderschrank bekam. Ich hatte zu Beginn die leise Hoffnung, dass sie womöglich auch blaue …

Mein Teilzeit-Refugium

Werbung Mit zwei kleinen Kindern im Haus ist man selten allein. Wahrscheinlich kalkuliert man das vorher schon mit ein, aber eine richtige Vorstellung bekommt man dann doch erst, wenn es soweit ist. Ich bin wirklich froh und dankbar, dass mein Mann und ich es auch mit zwei kleinen Räubern hinbekommen, Zeit für uns als Paar und auch für uns selbst zu finden. Natürlich gibt es hier, wie in anderen Familien auch, den ganz normalen Alltagswahnsinn. Das kleine Kind zahnt gerade und das große Kind hat eine aufgeplatzte Lippe und einen fetten Bluterguss oberhalb seines Schneidezahns, weil er einem Türrahmen gefährlich nahe kam. Zu nah. Die Zeit zusammen genießen und sich dennoch kleine Freiräume schaffen Es ist mir einfach wichtig, dass wir miteinander und nicht nebeneinander her leben, dass wir Zeit mit unseren Freunden verbringen und diese Momente genießen. Mit Kindern ist man an einem Sonntag Morgen 10 Uhr schon längst draußen, auf dem Spielplatz oder im Wald verabredet. Das wäre mir vor 4 Jahren im Traum nicht eingefallen. Wenn der Regen dem Sommer nicht gerade einen Strich durch die Rechnung macht, …

Nützliche Dinge im Alltag mit Baby und Kleinkind

Während meiner Schwangerschaft mit dem Minimann gab es Zeiten in denen mich die Vielfalt an Babyprodukten vollkommen überforderte. Was brauche ich für ein Leben mit Baby wirklich? Aus Fehlkäufen lernt man bekanntlich und auch wir haben dahingehend unsere Erfahrungen gemacht. Heute möchte ich euch gern Dinge zeigen, die ich für sinnvoll erachte und die uns den Alltag mit unseren beiden Kindern erleichtern. Am Tisch mit Baby und Kleinkind Mit zwei Kindern am Tisch wird es selten langweilig. Der Eine möchte sein Brot selbst schmieren und benötigt davor ein halbes Stück Butter und die andere Platzbacke zappelt ganz aufgeregt neben einem im Hochstuhl, weil sie den nächsten Löffel Brei nicht abwarten kann. (Ja, wir versuchen uns gerade am Brei und der kommt unerwartet gut bei der Knopfmadame an.) Beim Minimann habe ich täglich den Brei frisch zubereitet. Mittlerweile weiß ich, dass es durchaus praktisch ist, den Brei vorzukochen und einzufrieren. Dinge, die beim Essen nicht mehr fehlen dürfen Unsere Urlaubsvorbereitungen verliefen dieses Mal überraschend strukturiert und weniger chaotisch als ich dachte. Ich suchte einen Sterilisator für Babyflaschen und wusste zu dem Zeitpunkt noch …

Zwei Kinder später fühle ich mich wieder wohl in meiner Haut.

Schon immer viel zu groß und zu dünn. Seit ich denken kann, hatte ich irgendetwas an mir und meinem Körper auszusetzen. Die Madonna-Gedächtnis-Zahnlücke hat zum Glück eine Zahnspange gerichtet und an meine Nase, durch die mir schon große Erfolge bei der Trüffelsuche prophezeit wurden, habe ich mich über die Jahre gewöhnt. Allerdings konnte ich meinem Mann vor ein paar Jahren noch glaubhaft vermitteln, dass ich eine Nasen-OP plane. Aber wie hoch wäre wohl  die Wahrscheinlichkeit, dass ich danach zufriedener bin? Bezeichnungen wie: „langes Leiden“ oder „ein Strich in der Landschaft“ zählten früher noch zu den freundlicheren Kommentaren über meinen Körper. „Du musst mal etwas essen, mein Kind.“ Wenn der Minimann heute seinen Teller leer isst, bekomme ich von meiner Oma noch immer zu hören, dass er das ja nicht von mir haben kann. Als Kleinkind war ich wirklich ein schlechter Esser und hatte an allem etwas auszusetzen. In meiner Jugend war es dann nicht mehr ganz so schlimm und ich aß getreu dem Motto: „Wo ein Whopper Platz findet, da passt auch noch ein zweiter rein.“  Die …

Ein bisschen Leben nebenher.

Man könnte meinen, mit zwei Kindern geht es hektisch zu. Das ist auch so, aber die meiste Zeit und wenn man sich auf ihr Tempo einlässt, entschleunigen Kinder ungemein. Würden wir die Welt mit ihrem Verstand sehen, es wäre so viel lustiger und freundlicher. Beispiel: Der Minimann und ich stehen im Fahrstuhl, auf dem Boden ist eine feuchte, schmierige Spur von einem Fahrrad oder Kinderwagen. Minimann: „Ohh! Guck mal!“ Ich: „Ja, der Boden ist ganz dreckig.“ Minimann (hockt sich freudestrahlend hin): „Das ist eine Schneckenschleimspur. Wo ist die Schnecke hin? Siehst du sie?“ Ich musste in dem Moment unglaublich lachen. Leider haben wir die Schnecke nicht gefunden, waren uns aber einig, dass sie sicher gerade eine Pause macht. Ich dachte, ich lasse euch an dieser Kleinigkeit teilhaben, denn genau solche Momente vergehen viel zu schnell. Auch wenn es hier, vielleicht etwas ruhiger ist, es passiert genug Leben nebenher.

Fliegen mit Kindern | „Papa das Flugzeug fällt um.“

Die Vorbereitung Ich gebe zu, ich war durchaus nervöser als man mir vielleicht angemerkt hat. Das erste Mal mit beiden Kindern fliegen und dann, trotz Stilldemenz, an alles denken. Die Reisepässe lagen schon Wochen vorher bereit und meine größte Angst war es dennoch, ausgerechnet die zu vergessen. Zum Glück habe ich einen Mann an meiner Seite, dessen Kopf zum jetzigen Zeitpunkt eindeutig besser funktioniert als meiner. Da ich mir schon im Vorfeld Gedanken zum Thema Urlaub und Fliegen mit zwei Kindern gemacht hatte, verlief der Weg bis zum Flughafen und zum Check-In auch ohne Probleme. Das Check-In Drama Da hält man sich für besonders clever, bucht extra die erste Reiche in der Premium Economy Class, weil es auf Kurz- und Mittelstrecken keine kostenlose Verpflegung mehr an Board gibt und dann fehlen beim Check-In zwei von vier Kindern auf der Passagier-Liste. ZONK Geräusch! Der Fehler lag wohl daran, dass das Bodenpersonal in ihrem System pro Reihe nur vier Plätze sieht es aber im Flugzeug sechs Plätze pro Reihe gibt. In beiden Fällen (wir waren zwei vierköpfige Familien) …

Von Frühlingsgefühlen / Mein Leben als Zweifach-Mama

Werbung / Ich könnte mir die ersten beiden Bilder ewig anschauen, so schön finde ich sie. Ihre großen Kulleraugen, mit denen die Knopfmadame den Minimann anschaut. Diese liebevolle Art, wie er mit ihr umgeht, wenn er sich unbeobachtet fühlt und ihr nicht gerade voller Schwung und Euphorie eine Kopfnuss verpasst. O-Ton Minimann: „Das passiert manchmal.“ Kennt ihr dieses Kribbeln im Bauch, dieses Gefühl was angeblich gehäuft im Frühling auftritt. Wenn ich diese Drei so sehe, fühlt es sich genau so an. Es fühlt sich richtig an, sogar die Krümel auf dem Tripp Trapp haben in diesem Moment ihre Daseinsberechtigung. Es ist doch erst gestern gewesen, als dieses Kleinkind neben mir saß und er mir die Gurke vom Schneidbrett nahm. Jetzt sitzt genau dieses gar nicht mehr so kleine Kind hier, schneidet seine Gurke selbst und schmiert sich mal mehr und mal viel zu viel Butter aufs Brot. Auch wenn jeder der die Knopfmadame sieht, nur meinen Mann erkennt, wird mir zumindest der Minimann immer ähnlicher. Die blonden Löckchen hat er von mir und auch seine Lieblingsfarbe scheint …

Babys gesunder Schlaf

Werbung / Kurz vor seinem dritten Geburtstag bekam der Minimann sein neues, größeres Bett und wir konnten sein bisheriges Kinderbett wieder als Beistellbett umfunktionieren. Seit ihrem ersten Tag zu Hause schläft die Knopfmadame nun, mittlerweile auch jeden Mittag, in diesem Bett. Ich war anfangs wirklich erschrocken, was man bzw. ich über den Umgang mit einem Baby alles vergessen kann. Damit meine ich natürlich nicht wirklich „etwas vergessen“  im Sinne von „bei Null anfangen“ sondern mehr die „ach so war das…“-Momente. Die Routine kam natürlich schnell wieder und da die junge Dame ihrem Bruder wirklich in vielen Dingen nacheifert, ist sie bisher sehr pflegeleicht. Aus eigener Erfahrung und aus Erzählungen meiner Frau Mama weiß ich, dass Mädchen irgendwann auch mal eine recht anstrengende Phase haben. Zum Glück habe ich die Details vergessen und bis es soweit ist, erfreue ich mich einfach weiterhin über ihr fröhliches Gemüt. Zurück zur Baby-Routine und in dem Fall zurück zum Kinderbett und unserer Einschlaf-Routine. Unsere Einschlaf-Routine Als der Minimann ungefähr 3 Monate alt war, haben wir damit begonnen ihn abends, immer zur selben Zeit, in …

Gastbeitrag | Eine geplant ungeplante Geburt

Es gibt Themen und Ereignisse die man aus den unterschiedlichsten Gründen mit anderen Menschen teilen möchte. Wahrscheinlich habe ich genau aus diesem Grund vor Jahren mit dem Bloggen angefangen. Damals war ich 16 Jahre alt und das Schreiben war meine „Therapie“. Es hat mir geholfen Erlebtes zu verarbeiten, es zu verstehen. Heute ist das nicht anders, aber natürlich überlege ich mir mittlerweile etwas besser welche Gedanken es bis auf den Blog schaffen. Umso schöner finde ich es, wenn andere liebe Menschen ihre Gedanken hier teilen möchten.  Geburtsbericht von Juli Bis dieses Foto entstehen konnte, habe ich einige Tage gebraucht. Dies ist ein Bericht über die Geburt unseres zweiten Sohnes, aber vor allem darüber was ich erlebt habe und wie ich jetzt mit etwas Abstand damit umgehen kann. Es war der Donnerstag vor dem langen Osterwochenende und ich befand mich bei einer weiteren CTG-Kontrolle in unserer Geburtsklinik. Das CTG war unauffällig, gute Herztöne und Kindsbewegungen, aber keine Wehen. „Dann kommen Sie am Samstag wieder.“, meinte die Ärztin und wollte sich von mir verabschieden. Mir muss in diesem …