Mama-Ich
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Frage: Wohin mit unseren Brüsten?

„Brüste im Alltag“ scheinen von jeher ein schwieriges Thema zu sein. Egal ob die Brüste einer stillenden Frau in der Öffentlichkeit, oder Brustwarzen die sich unter dem T-Shirt abzeichnen – es scheint als würde schon allein diese Tatsachen ausreichen, um ihnen einen Stempel aufzudrücken.

Leider findet unser Alltag nicht in einem Hochglanz Magazin statt, denn da scheint dieser Anblick nicht im geringsten aufzufallen oder zu stören. Nein, da gehört es schon irgendwie zum guten Ton. Man kann heutzutage fast jeden beliebigen Onlineshop durchklicken, BHs findet man, außer unter der für sie vorgesehenen Kategorie, nur noch selten. Natürlich darf man auch hier die Realität nicht ganz unbeachtet vorbei winken, sondern muss sich eingestehen, dass die wenigsten Frauen den Körperbau der dort abgelichteten Modells besitzen. Obwohl der Trend, weg von Photoshop, hin zu Dehnungsstreifen und Co., geht, findet man online häufig doch sehr knabenhafte Figuren, an denen ein BH als ein vollkommen überflüssiges Stück Stoff wirken würde.

Nun entspricht meine Figur, mal abgesehen von der Körpergröße, nicht der eines Modells und meine Brüste (auch wenn ich sie mag) haben in den letzten Jahren durchaus ein paar Größenveränderung mitmachen müssen. Von 75C bis 80E war alles dabei.

Vom Push-up BH zum Bralette

Mit 11 Jahren trug ich Bustiers und schämte mich in der Sportumkleide dafür, weil alle anderen Mädchen schon BHs hatten. Dass da gepusht wurde was nicht da ist, war mir damals natürlich noch nicht klar. Dass ich es ein paar Jahre später genau so machen würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt ebenfalls nicht.

Mit 14 Jahren verzichteten die meisten Mädchen im Sommer ganz auf einen BH. Dafür gab es plötzlich Kommentare wie: „Du hast geile Tellernippel!“. Rückblickend weiß ich nun, die Jungs waren noch nicht bereit dafür.

17 Jahre später habe ich zum ersten Mal diesen Begriff gegoogelt – brachte leider keine neuen Erkenntnisse.

Es hat tatsächlich 20 Jahre gedauert, seit meinem ersten Bustier, dass ich mich für meine Brüste weder schäme noch neidisch auf die der Andere bin. Soweit so gut – und dennoch weiß ich nicht so richtig wohin mit ihnen. Oder besser: wo rein mit ihnen.

Da ich mich nun schon eine ganze Weile mit diesem Thema beschäftige aber mein Umfeld nicht länger damit belästigen möchte, dachte ich mir, erzähle ich euch einfach mal davon.

Es hieß bereits, dass ich schlimmer als so mancher Mann wäre, da ich unterwegs immer schaue und für mich kommentiere, wie andere Frauen das machen.

Nippel-Alarm ist bei mir keine Schreckensvorstellung mehr, sondern ganz normaler Alltag. Meine Brüste sind nicht so klein, dass sie auch ganz ohne jegliche Halterung ihre Form behalten und das, obwohl es die Schwerkraft, nach zwei Schwangerschaften, recht gut mit mir meint. Die Abdrücke der Bügel-BHs erschrecken mich auch immer wieder und irgendwie kann es das doch nicht sein, oder?

So ganz ohne BH oder Bralette möchte ich dann doch nicht durch die Welt laufen. Genau deswegen interessiert mich eure Meinung, Erfahrung und euer Umgang mit diesem Thema. 

3 Kommentare

  1. Miriam Chiara sagt

    Ich finde Klebebh’s super nice. Man hat keine blöden Träger oder so, aber die Brüste zeichnen sich weder ab noch fühlt es sich „ungestützt“ an (zumindst bei B) und ich find es ist wie als hätte man nichts an

  2. Maren sagt

    Finde das Thema ganz besonders bei größeren Brüsten tatsächlich gar nicht so einfach. Da ich seit einigen Wochen auf der Suche nach einem hübschen Kleid als Hochzeitsgast bin, ist mir dann erstmal aufgefallen, wie wahnsinnig viele schöne Sachen es momentan gibt – die dann, wie ich auf den 2. Klick zu meiner Enttäuschung feststellen muss, einen Rückenausschnitt haben. Oder hauchdünne Spaghettiträger.
    Bei (echter) Körbchengröße 80E gehe ich nicht ohne BH aus dem Haus, da wackelt einfach alles viel zu sehr. 😀 Trägerlose BHs sind ab einer bestimmten Größe unglaublich unbequem, hübsche bügellose BHs aus Spitze geben nicht genug Halt und alles, was vernünftig sitzt, hat breite Träger und macht selten ein bemerkenswert schönes Dekolleté.

    Tatsächlich suche ich auch immernoch nach der perfekten Lösung und ich würde so gerne auch mal einen dieser hübschen Spitzen-BHs tragen können oder, wenn es das Kleidungsstück so vorsieht, auch mal ganz ohne BH gehen können. Leider schränkt einen das bei der Kleiderwahl doch auch recht häufig ein.

    Liebe Grüße

  3. Henrike sagt

    Hey Bell,
    ich finde das ein sehr interessantes Thema. Ich hatte vor der Schwangerschaft 65G, da findet man alleine durch den 65er Umfang kaum einen guten BH, der nicht gleich nach Oma aussieht und auch nicht zusätzlich noch aufträgt. In der Schwangerschaft hab ich nun 75G, das gestaltet sich auch schon schwierig, aber es gibt doch bügellose BHs, die das Gewicht halten können. Über die Optik brauchen wir aber gar nicht erst reden 🤦🏽‍♀️ Tshirts mir Ausschnitt sind seit der 12. Woche bei mir tabu, genauso weiße Shirts.
    Ich finde es wirklich schwierig den richtigen vH zu finden, der gut sitzt, eine nette Optik hat und nicht (!) diese ätzenden Abdrücke von den bügeln macht. Ein Thema über das viel mehr geredet werden darf, für mich sind Brüste definitiv kein Tabu Thema.
    Also Bell, weiter mit dem Boobie-Themen 💪🏻🍑

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