Mama-Ich
Kommentare 2

Hi 2019, ich erwarte nichts von dir.

2017 hat Spuren hinterlassen, die 2018 ganz gut umfahren konnte. Mittlerweile ist alles wieder so, wie es sich gut und richtig anfühlt. Ich habe dieses Jahr einiges gelernt und bin an neue Grenzen gestoßen, einige konnte ich überwinden, andere stehen da immer noch (die meisten in meinem Kopf) und scheinen unüberwindbar. Ähnlich wie dieser Schatten, über den man angeblich nur drüber springen muss. Ich war nie schlecht im Hochsprung, aber mein Schatten ist eben auch dementsprechend groß und wisst ihr doch bestimmt noch wie weh es tut, wenn man auf der Stange landet?

Hi 2019, ich erwarte nichts von dir.

Lass uns einfach mal auf einen Kaffee treffen und dann schauen, was alles so ansteht. Wir müssen uns die Ziele nicht all zu hoch stecken, denn gerade zu Beginn des Jahres sind die Leute gern etwas übermotiviert. Ich fühl mich auf dem Boden der Tatsachen ganz wohl.

Bye Bye 2018, lass es dir gut gehen und vielleicht denkst du mal an mich.

Ich hab einiges durch dich gelernt, danke dafür.

Es gab eine Zeit da wollte ich immer allem und besonders allen gerecht werden. Genau diese Eigenschaft konnte ich erfolgreich ablegen. In erster Linie muss ich nur mir und meiner Familie gerecht werden. Wahrscheinlich war ich genau deswegen auch noch nie so bei mir, wie ich es jetzt bin. Ich glaube, dass sagt man so.

Nein sagen ist gar nicht schlimm, sondern eröffnet einem plötzlich vollkommen neue Möglichkeiten. Man lernt dabei einiges über sich selbst und auch über die Leute, die mit dem Nein umgehen müssen und es womöglich nicht können, weil es ja (zugegeben) etwas ungewohnt und neu bei mir ist.

Selbstfürsorge geht auch fern ab von Social Media

Selbstliebe, Selbstfürsorge, Minimalismus und Nachhaltigkeit werden dieser Tage besonders groß geschrieben. Überall kann man etwas darüber nachlesen, egal ob in Büchern oder online. Ungefragte Tipps für ein #healthyliving gibt es außerdem noch obendrauf. Auch ich habe mich mit diesen Themen beschäftigt und bin immer wieder bei der selben Frage gelandet:

Gibt es den ultimativen Tipp überhaupt? Vielleicht sollte man, bevor man sich vergleicht (denn auf Instagram geht das spielend leicht), erst einmal bei sich selbst anfangen. So geschehen bei mir und das sogar mit kleinen Teilerfolgen.

Bsp.: Instagram

Ich mag diese Plattform wirklich gern und lasse mich inspirieren. Allerdings verfehlt die Idee ihre Wirkung wenn ich merke, dass mich das Glück oder der Erfolg Anderer scheinbar runterzieht. So schlimm war es bei mir nicht, aber ich habe angefangen auszusortieren. Von über 1000 Accounts, denen ich folgte, bin ich mittlerweile bei unter 700 angekommen und es fühlt sich gut an. Die Gründe des Entfolgens sind nicht persönlicher Natur, was Frauen ja immer gern dahinter vermuten. Interessen haben sich verändert, ich habe mich weiterentwickelt und wenn wir mal ehrlich sind – wieviele von den über 1000 Accounts hat Instagram mir denn überhaupt gezeigt?

Bsp.: das Leben außerhalb der Matrix

Nachhaltigkeit und Beständigkeit mag ich besonders gern, auch beim Thema Freundschaft. Vor ein paar Jahren war ich noch der Meinung, ich brauche keine “neuen Freunde”, ich habe doch schon genug. Dieses Jahr habe ich es allerdings sehr zu schätzen gelernt, durch die witzigsten Situationen oder Konstellationen neue Leute kennenzulernen, bei denen man auch irgendwie das Gefühl hat, dass sie eine Weile bleiben. Im Umkehrschluss habe ich andere Freunde aus den Augen verloren (sicherlich nicht grundlos), aber auch das ist in Ordnung so. Ich weiß ja jetzt, dass man nicht allem immer gerecht werden kann. Jemanden aus den Augen zu verlieren, bedeutet nicht gleich, dass er für immer weg ist. 

 

2019, endlich erwachsen?

Ich werde 2019 wieder ein Jahr älter, 32 um genau zu sein. Meine Kinder werden 2(!) und 5(!) Jahre alt. Ich bin seit fast 5 Jahren Mama und seit fast 13 Jahren mit diesem Mann zusammen, den ich hier früher gern Ehefreund oder Mitbewohner der ersten Stunde genannt habe. Das ist alles schon ein bisschen verrückt. Vielleicht ist er auch der Verrückte, denn er hat es all die Jahre mit mir ausgehalten. Wir sind zusammen erwachsen geworden, auch wenn es sich zwischen der Verantwortung und all den Windelbergen manchmal gar nicht so angefühlt hat. Ich vermute, dass ich dieses Jahr (zweitweise) ganz schön anstrengend war, aber die Prognosen für 2019 sind gar nicht mal so schlecht.

Berühmte letzte Worte für 2018

Ihr seht, man darf die ganze Sache, eben dieses Leben, nicht zu verbissen sehen. Eine kleine Portion Selbstironie(!) und Kaffee gehören irgendwie dazu. Ihr seid nur so gut, wie der schwächste Teil in euch. Also trommelt alles in euch zusammen und besinnt euch auf das Wichtige, auf euch selbst. 

Schön, dass ihr dabei wart. Ich freu mich auf das kommende Jahr, mit euch.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.