Beauty
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Das habe ich aus 2018 mitgenommen.

Achtung, der Text enthält einen Affiliate-Link. Das ist nichts Ansteckendes, aber muss erwähnt werden.

2018 war für mich, im “Bereich Beauty”, wirklich eines der aufregenderen Jahre. Für Außenstehende hört sich das vielleicht übertrieben an, denn ich habe mich schließlich keiner Schönheitsoperation unterzogen. Wenn ich ehrlich bin, kam ich mir aber tatsächlich ein bisschen so vor. Die Wunden meines “Microbladig-Unfalls” verheilten nur langsam (natürlich nur im übertragenen Sinn) und lachten mich jeden Morgen vor dem Spiegel an oder aus – das ist in dem Fall wohl Ansichtssache.

Aber wie sagt man so schön? Rückschläge machen uns stärker oder zumindest ein Stück weit schlauer. Letzteres trifft in meinem Fall zu. Ich habe gelernt, mich so anzunehmen, wie ich bin. In meinem Fall war das tatsächlich eine neue Erkenntnis. Überall bekommt man Tipps und Ratschläge wie man sein Selbst optimieren kann, aber muss man das denn überhaupt? Ganz bestimmt nicht in dieser extremen Form, wie es einem täglich suggeriert wird.

“So schaffst du 2 Kleidergrößen weniger, in nur 2 Wochen!” 

“So machst du IHN rundum glücklich!” (Hört ihr mich lachen?)

“So wirst du noch effektiver!”

Aber was, wenn du es nicht so, so oder so machst? Dann bleibt es bei der aktuellen Kleidergröße (was vollkommen okay ist), ER ist vielleicht auch ohne (was auch immer das sein mag) zufrieden und du – ja du bist eben nicht ganz so effektiv, wie es eine Maschine sein sollte. “Das passiert manchmal, aber das ist ok.” (Denkt euch hier bitte eine niedliche Kinderstimme eines fast 5-Jährigen.)

Ich habe im letzten Jahr auch das ein oder andere Mal von Selbstliebe gesprochen und wie wichtig es ist, sich selbst zu mögen. Doch die Chancen stehen meiner Meinung nach nicht schlecht, dass es 2019 zum Unwort des Jahres gewählt wird. Denn dieses Wort erwartet viel von einem und nicht jeder kann dem so gerecht werden, wie es die Öffentlichkeit gern sehen würde. Doch bevor man an den Punkt kommt, an dem man sich wirklich selbst so mag und akzeptiert wie man eben ist, muss man erstmal verstehen und es muss einem auch erstmal egal werden, was die Anderen über einen denken.

Der Weg bis dahin ist leider kein 100m Sprint, sondern etwas länger und beschwerlicher. Natürlich möchte ich damit nicht sagen, dass ein 100m Sprint einfach ist. 😉 Nur für den Fall, mir möchte jemand das Wort im Mund umdrehen.

Ich habe für mich gelernt, dass alles was irgendwie künstlich ist, nicht zu mir passt. Egal ob Augenbrauen, Wimpern oder Nägel. Ja, ich habe mich letztes Jahr sogar einem Gelnägel-Selbstversuch unterzogen, oder besser: ich habe mich überreden lassen. Zum Glück war es nur der kleine Finger, denn ich war danach tatsächlich erschrocken, was es mit meinem echten Nagel gemacht hat. Ich wollte, durch all die Veränderungen, Zeit sparen, aber irgendwie hat es mich am Ende nur Nerven gekostet. Meine Wimpernverdichtung fand ich allerdings wirklich super, leider war sie in meinem Fall einfach absolut nicht Kleinkind-kompatibel, denn Vita mochte meine Wimpern ebenfalls sehr.

Vor 3 Wochen hat mir eine Freundin dann das Buch “Die subtile Kunst des darauf Scheissens” empfohlen und ich hatte bereits einen Tag später die ersten 40 Seiten gelesen, was mit 2 Kindern im Haushalt wirklich viel ist. Vielleicht war es also ein Zeichen, dass uns nur Tage später die kleine Magen-Darm-Welle überrollte.

Ihr merkt es vielleicht – man darf, bei allem was man macht, niemals den Humor verlieren. Ok, Ironie tut es womöglich auch.

Was sind die Dinge, die ihr im vergangenen Jahr gelernt habt und die ihr mit ins neue Jahr nehmt?

4 Kommentare

  1. Jana sagt

    Haha 😅 Jetzt bin ich fast ein bisschen erleichtert, dass ich nicht die Einzige bin, die das mit der derzeiten Omnipräsenz der „Selbstliebe“ in der SocialMediaWelt etwas too much findet. Traut man sich ja fast gar nicht zu sagen 🙈 Dass es grundsätzlich gut ist mit sich selbst im Reinen zu sein, ist sicherlich unbestritten. Aber die aktuelle Überbetonung, die meiner Meinung nach noch lange nicht zu dem passt, was einem die Medien sonst so vordergründig suggerieren, nervt mich ehrlich gesagt langsam 😬
    Was ich aus 2018 mitnehme ist tatsächlich die Erkenntnis, dass mich mein zweites Kind entspannter und gelassener gemacht hat. In Bezug auf alles. Mich selbst, andere, Arbeit, Umstände, … Vielleicht ändert sich das ja wieder, aber solang genieße ich das Gefühl 😄

    • Jana sagt

      Jetzt muss ich nochmal lachen 😂 Der zweite Teil meines Kommentars widerspricht dem ersten, wenn ich ihn mit Abstand nochmal lese. Nuja, ich sags mal so: ich kann gelassen genervt sein ✌🏻😜

  2. Vielleicht sollte man nicht den Gelnägel Selbstversuch starten, sondern sich Nägel machen lassen. Wobei ich auch schon gehört habe, dass Gelnägel die eigenen Nägel nicht gerade schöner machen.

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