Mama-Ich
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Hi Minimann!

20.02.14 | 22:40 | 51cm | 3410gramm
Da ist er also. Der kleine Minimann. MEIN Minimann. Wenn ich ihn hier neben mir liegen sehe, dann kann ich es immer noch nicht ganz glauben. Dabei kann ich mir (schon 5 Tage später) gar nicht mehr vorstellen, wie es überhaupt ohne ihn war. Vor einer Woche noch Bauchbewohner und nun der tollste, kleine Mitbewohner. Das Phänomen ‘Dauergrinsen’ ist hier momentan sehr stark ausgeprägt. 24h Babykino.
Am Donnerstag war es soweit, der Mini wollte uns (entgegen meines Tipps, dass er noch bis heute wartet) endlich kennenlernen. Der Tag verlief normal und ohne jegliche Anzeichen. Ich hatte bis dahin nicht mal eine einzige Übungswehe. Von 16:00 -18:00Uhr war ich zur letzten Stunde meines Geburtsvorbereitungskurses im Krankenhaus(!). Auf dem Rückweg hielt ich noch bei REWE und kaufte für das kommende Wochenende ein. Gegen 19:30Uhr war ich wieder zu Hause. Donnerstag ist bei mir Criminal Minds-Abend denn es kommen momentan auch gerade neue Folgen. Ich wimmelte meine Tante am Telefon schnell ab, die sich Sorgen machte, da es doch jederzeit soweit sein könnte und ich nicht mehr allein draußen rum fahren soll. Sie sollte Recht behalten.
In der ersten Werbepause hatte ich das erste Mal ein komisches, mir unbekanntes, Gefühl oder Ziehen in der unteren Bauchregion. 21:00 Uhr die erste, deutliche Wehe.
Noch war ich ganz ruhig, denn ich wusste ja aus dem Kurs, dass es sich noch um Stunden handeln könnte. Meinen Mann rief ich zur Sicherheit trotzdem an. Alleine zu Hause und dann plötzlich Wehen, es gibt entspanntere Momente. Mir fiel schnell auf, dass die Abstände kürzer wurden und als ich kurz vor 22:00 Uhr nicht mehr wusste, wie ich mich noch setzen/stellen/legen und überhaupt tun sollte, rief mein Mann einen Krankenwagen. Der hatte es in der zwischen Zeit auch nach Hause geschafft und war ebenfalls sichtlich nervös. Ich dachte vorher immer, einen Krankenwagen, so etwas brauchen wir nicht, wir fahren entspannt und ruhig in die Klinik. Zu dem Zeitpunkt war ich allerdings schon weit von Entspannung entfernt.
Da hing ich also, an die Fahrstuhlwand gelehnt, zwischen den beiden Sanitätern, die nicht viel älter als ich waren, und veratmete eine Wehe.
Als im Krankenwagen plötzlich meine Fruchtblase platzte, wusste ich, dass war die richtige Entscheidung. Ich dachte, schlimmer als im Fahrstuhl kann es nicht mehr werden, aber jetzt setzte auch noch dieser Drang zu pressen ein. Ernsthaft jetzt? Ich dachte die Übungsphase dauert eine Weile.
Höflich wie ich eben bin, entschuldigte ich mich erstmal für die Unannehmlichkeiten, da der arme Rettungssanitäter das Auto dann ja noch putzen musste. Er hielt nur lächelnd meine Hand und meinte, es gäbe wohl schlimmeres. In meiner Vorstellung gab es da nicht mehr viel.

Im Krankenhaus

 

Die Hebamme, die mich am Kreißsaal in Empfang nahm, war im Vergleich zu mir tiefenentspannt und so ging es erstmal in einen Untersuchungsraum. Ich lag kaum auf der Liege wich die Entspannung aus ihrem Gesicht und es hieß plötzlich: “Okay, sie müssen jetzt schnell in ein Bett sonst kommt ihr Kind hier!”.
In meiner Überforderung fiel mir nichts besseres ein als: “Was? Ich dachte er kommt nach seinem Papa und lässt sich etwas Zeit.”
Mit einem großen Handtuch zwischen den Beinen (sicher ist sicher) watschelte ich mit der Hebamme an meiner Seite in den nächst besten Kreißsaal.

“Sie dürfen pressen!”

Na endlich! Im Krankenwagen war ich trotz dieser Aufforderung noch etwas zurückhaltend, weil – naja Krankenwagen und ich hatte auch meine Hose noch an – ihr versteht?

Nach der ersten Wehe betrat mein Mann den Kreißsaal und zwei Wehen später kam dann auch endlich das beste, kleine Geschenk, was wir uns selbst je machen konnten, dazu.

Das war dann ungefähr 10-15 Minuten nach Ankunft am Krankenhaus. Er hatte es also recht eilig, was bei großen Frauen wohl auch recht häufig vorkommt.
Viel Text zu einer doch recht schnell erzählten Geschichte.
& vielen vielen Dank an alle Glückwünsche per Instagram

19 Kommentare

  1. wie schön! ich hab mich schon auf instagram mitgefreut wie verrückt und dass du hier nun nochmal details offenbarst, finde ich toll. (und ist doch super, dass es so schnell ging. ich als nichtmami habe größten respekt vor dieser leistung und durfte dann trotz fehlendem knowhow doch schon einiges über langwierige geburten mithören, so dass es mich manchmal ein klein wenig davor gruselt.) herzlichen glückwunsch nochmal und alles beste für euch! <3

  2. <3lich willkommen kleiner Vince <3 alles gute euch 3 liebste Bell <3 oh Gott mir kullert gleich ne träne runter – ich drück Dich und den kleinen Mann ganz feste !!!

  3. Anonym sagt

    Wie schön, dass das "Warten" nun vorbei ist 🙂
    Schon verrückt, aber obwohl, ich dich gar nicht persönlich kenne, bin ich auch ganz aufgeregt und freu mich total.
    Das Beste für euch DREI!

  4. Anonym sagt

    Herzlichen Glückwunsch! Es ist immer wieder ein Wunder der Natur.
    Alles Gute für euch DREI 🙂

  5. Herzlich Willkommen, kleiner Minimann! Alles Liebe wünsche ich euch 3 und eine schöne Zeit mit deinem Kleinen!

    Liebste Grüße
    Lydia

  6. Oh wie süß! Herzlichen Glückwunsch Isabell!
    Von einer 15min-Geburt träumt wohl jede werdende Mama 😉
    Ich bin gespannt auf die Geschichten des Minimann, die du
    mit uns teilen wirst.

    Joe ♥

    >> THE BIG MASH UP <<

  7. oh mein gott! herzlichen glückwunsch! ich werde dich sicher noch mit fragen löchern… zumindest spätestens dann, wenn es bei mir so weit ist (was noch ein bisschen hin ist).
    liebe grüße 🙂

  8. Die herzlichsten Glückwünsche zur Geburt des kleinen Vince. Alles alles Liebe für euch drei und eine ganz tolle Eingewöhnungszeit.
    Herzlich,
    Eva

  9. Ui, das hört sich alle sehr aufregend an! Freu mich total für euch, dass alles so schnell ging & gut gelaufen ist! Der kleine Mann sieht sehr putzig aus!! Alles Liebe weiterhin für euch drei <3

    Liebst L.

  10. Pingback: Geburtsbericht | Ein Leben und mein Kind, Vita. – SMAG

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