Mama-Ich
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Wie meine Tochter mir meine Ruhe zurück brachte

Letzte Woche um diese Zeit saß ich noch mit mit meinem Mann und einem “perfekten” CTG zu Hause und stocherte in meinem Mittagessen herum. Ein paar Wehen hatten sich aufs Papier verirrt, aber die waren nicht der Rede wert.

“Ich will zu IKEA!” grummelte ich und konnte die Alarmglocken bei meinem Mann förmlich klingeln hören. Von seiner Frustshopping-Theorie hattee ich ja schon erzählt. In den meisten Fällen rollt er bei solchen Äußerungen nur mit den Augen und ich bin mir sehr sicher, über sein spontanes “Können wir machen.” waren wir beide gleichermaßen überrascht. Es gab also kein zurück mehr und kurze Zeit später rollte ich durch das Schwedenkaufhaus.

Über den ET-Termin

Die letzten zwei Wochen war ich, für meine Verhältnisse, innerlich wirklich extrem angespannt und zum Leidwesen meiner Familie kam die Grumpy Bell in mir auch recht oft zum Vorschein. Die Tatsache, dass ich über den Entbindungstermin war, störte mich nicht. Es war einfach eine Mischung aus allem. Ich hatte es fast geschafft und die Tage wollten einfach nicht vergehen. Der Bauch drückte nach unten, schränkte dadurch meinen Bewegungsradius ein und mit dem Minimann konnte ich schon lange nicht mehr so spielen, wie ich es wollte. Meine Schwerfälligkeit kam noch erschwerend hinzu und war auch kaum zu toppen.

Ich hatte Angst, denn ich wusste, so einfach wie die Geburt des Minimannes kann es nicht nochmal laufen. Ok, mittlerweile weiß ich es besser. Meine Unzufriedenheit überschattete alles und ich redete mir ein, dass sich das Gefühl auf die Knopfmadame überträgt und sie deswegen noch wartete. Ob es so war, hat sie mir noch nicht verraten.

Was ich jetzt aber ganz sicher weiß ist, dass sie mir meine innere Ruhe und Gelassenheit wiedergegeben hat. Als sie in der ersten Nacht im Krankenhaus so friedlich neben mir lag, war ich endlich wieder ich selbst. Die ganze Anspannung war weg und hatte das Gefühl wieder atmen zu können. Vielleicht hört sich das ein wenig übertrieben an, aber es fühlte sich genau so an. Seitdem schaue ich jeden Tag auf diese kleine Platzbacke und auch wenn sie mir weniger ähnlich sieht, als ich es mir erhofft hatte, ist sie einfach nur perfekt. Ich liebe dieses kleine Bündel und es ist so schön zu sehen, wie wundervoll der Minimann mit ihr umgeht. Diese beiden Kinder, meine Kinder, unsere Kinder. Es hat sich für mich noch nie etwas so vollkommen angefühlt.

Nur weil ihr Beide seid, hat unser Leben einen Sinn. (Ich denke, ich kann da auch für euren Papa sprechen.) Ihr seid einfach alles!

 

An dieser Stelle auch noch mal Danke an die Freunde, denen ich mit meiner Unruhe in den Ohren lag. Ich konnte mir selbst nicht mehr zuhören. Schön, dass ihr es konntet.

7 Kommentare

  1. Ursula sagt

    So wunderschön reflektiert und unaufgeregt schreiben nur wenige. Das mag ich so sehr an Dir.

    Ich freue mich für Dich!

  2. Ein sehr schöner Beitrag. Vielleicht ist es dir so wie bei mir meine kleine Löwin schafft das heute noch. Wohlgemerkt ist Sie heute 6 Jahre alt. Immer wenn es mir. Nicht gut geht ich innerlich aufgewühlt bin dann legt sie sich ganz automatisch neben mich und wir durchbringen Wunder beruhigt sie mich. Sie hat mich durch eine der schwersten Zeiten meines Lebens geholfen und mir soviel Nähe und liebe geschenkt. Ich bin ihr für ihr Wesen unendlich dankbar. Lg Alex ( Margreblue )

  3. Beate sagt

    Bei uns war es genauso! Übrigens auch die Sache mit IKEA. Vormittags beim Schweden, 4 Stunden später entbunden. 🙊 Alles Gute für euch!!

  4. Pingback: Ein bisschen Leben nebenher. – SMAG

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