Mama-Ich
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Nach den Milchbärten kommt die große (Brei-)Schlacht

Seit 1527 Tagen trage, schiebe, tröste, streichle, stille, füttere, gehe und renne ich als Mama durch meinen Alltag. 416 Tage davon spiele ich hier sogar im Doppel als Zweifach-Mama. Die Anzahl meiner Arme und Hände hat sich im Zuge der Unternehmensvergrößerung leider nicht verdoppelt. Glücklicherweise habe ich einen erfahrenen Geschäftspartner an meiner Seite, der wie ich seit 4 Jahren in diesem Business tätig ist und so läuft unser kleines Familienunternehmen doch ganz gut.

Die ersten 1000 Tage

Der Grundstein für die spätere Entwicklung unserer Kinder wird bereits während der Schwangerschaft gelegt

Die ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes – gerechnet von Beginn der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter – gelten als wichtigste Phase in der die Ernährung. Neben anderen Umweltfaktoren haben sie einen großen Einfluss auf die Entwicklung und die spätere Gesundheit des Kindes – teilweise sogar bis ins Erwachsenenalter hinein.

Deshalb hat Milupa Nutricia die Plattform www.1000tage.de gegründet. Dort haben Eltern die Möglichkeit sich über Erfahrungen auszutauschen, eigene Tipps oder Rezepte hochzuladen oder sich neue Anregungen in Form von fertigen Wochenplänen zu holen.

Unser Weg vorbei an Milchbärten, der ersten Breischlacht bis hin zu ganz “normalen” Portionen vom und neben dem Teller

Beim ersten Kind möchte man alles, wirklich, alles perfekt machen. Es dauerte bei mir tatsächlich ein kleines bisschen, bis ich merkte, Perfektionismus ist hier vollkommen fehl am Platz. Genau so  lang hat es gedauert, bis ich verstand, dass ich als Mama meinen ganz eigenen (“Mama”)-Weg gehen muss.

Bevor das Baby da ist, nimmt man sich viele Dinge vor, hat Listen im Kopf, von Sachen die man als Mama unbedingt so machen möchte, oder eben nicht. Achtung Spoiler: Am Ende wirft man doch alles wieder über den Haufen. Warum das so ist? Irgendwann kommt man an den Punkt an dem man merkt, dass die rosarote Theorie nicht mit der mit Milch bekleckerten und mit Augenringen versehenen Praxis überein stimmt. Natürlich ist das jetzt etwas überspitzt dargestellt. Aber so ein kleines Leben setzt in uns Mamas noch mal ganz neue Kräfte frei, von denen wir vorher nicht wussten, dass wir sie besitzen.

Achtung, Fertig, Brei!

Ich meine, es war um den 7 Monat rum, als Minis Interesse an unserem Essen immer größer wurde. Probiert hat er so gut wie alles, was man ihm gab. Auch wenn das Meiste nach einer ausgiebigen oralen Testphase1) wieder an den Absender (mich) zurück2) kam.

1)Essen im Mund zerdrücken, kauen, ausspucken, wieder kauen                                                  2)auf den Fußboden

Etwa zu dieser Zeit pürrierte, stampfte und garte ich wie eine “Profi-Mutter”3) alles was gut für die lieben Kleinen ist.

3) 😉

Nach anfänglichem Erfolg und dem Gefühl, dass meinem Kind schmeckt was ich ihm zubereite, kam nach einer Weile dann der Rückschlag. Plötzlich würdigte er meinen super duper Bio-Brei keines Blickes mehr.

Das konnte doch nicht sein Ernst sein?! Es war sein Ernst und der Abschied von, extra für ihn zubereiteten, Kinderportionen.

Seine Mini-Portionen waren im längst nicht mehr genug und alles was sich in seinem Radius befand und nicht auf dem Tisch festgeschraubt war, fand den Weg in seinen Mund. Egal ob Käse, Brot, Gurke, Radischen oder Unmengen an Weintrauben – der kleine Schnabel öffnete sich unermüdlich.

“Hat er sich gerade ein Radischen in den Mund gesteckt? Müssen wir das wieder rausholen? Okay nein, er isst es.”

Er war damals etwas über ein Jahr alt und aß plötzlich wie ein Großer. Morgens bekam jeder seine Schüssel Porridge mit Früchten. (3 Jahre später isst er übrigens nur noch die Früchte und behauptet danach satt zu sein.) Mittags versuchte ich ihm immer etwas frisches anzubieten. Frische Nudeln befinden sich bis heute und unschlagbar auf dem ersten Platz.

Rückblickend kann ich ganz sicher sagen, dass ich noch nie so gesund ernährt habe, wie in den ersten beiden Jahren mit dem Minimann.

Ab in die zweite Breirunde

Vitas Breiphase war wesentlich kürzer als die vom Mini. Er es auch, der ihr heimlich die ersten kleinen Brotstücke unterjubelte. Mit 10 Monaten wollte sie nichts mehr von Brei wissen und aß ganz normal, was man ihr gab. Ihr Essverhalten gleicht sehr dem ihres Bruders, in diesem Alter – alles kann, alles muss!

 

 

Mein Plan: Ein Wochenplan

Mein erster Versuch für jede Woche einen Wochenplan aufzustellen, scheiterte vor ungefähr einem Jahr. Momentan blättere ich mich allerdings hochmotiviert durch all unsere Kochbücher und scrolle mich durch Rezepte-Apps, auf der Suche nach geeigneten Rezeptideen. Wer sich die Mühe nicht machen möchte, der findet auf der 1000tage-Seite übrigens vollständige Wochenpläne.

Vita isst zum Glück absolut alles, d.h. auch Spinat und Brokkoli gehen bei ihr immer. Natürlich berücksichtigen wir auch Minis Wünsche, denn der hat sich mittlerweile zu einem ganz schönen Feinschmecker entwickelt. Er sagt aus irgendeinem Grund sehr häufig, dass ihm etwas nicht schmeckt, obwohl er es noch nicht einmal probiert hat. Da bei uns aber alles zuerst probiert werden muss, bevor man sich derartig festlegen kann, konnte ich ihn so schon oft umstimmen. Wir versuchen bei Dingen, die mein Mann oder ich nicht gern oder gar nicht essen so gut es geht wertungsfrei zu bleiben. Wenn ich meine Kinder beispielsweise Ananas essen sehe, zieht sich in mir alles zusammen, aber ich lächle tapfer, denn ich möchte nicht, dass etwas aus eben diesem Grund nicht gegessen wird.

Zwei Gerichte die es hier nächste Woche definitiv geben wird

Süßkartoffelpuffer mit Joghurt und Spinatsalat, denn Süßkartoffel steht hier gerade hoch im Kurs.

Puten-Champignon-Paprika-Spieß auf Brokkoli Kartoffelstampf, weil sie sich alles selbst vom Spieß ziehen können. Soweit zumindest die Theorie.

Es folgt der allseits beliebte Mitmach-Teil

In welcher Phase befindet ihr euch mit euren Minis denn gerade? Milchbärte, Breischlacht oder geht auch schon alles was ihr so esst?

Wenn ihr mögt, kann ich euch in ein Paar Wochen gern mal ein Update geben, ob es geklappt hat und wo ich fündig geworden bin.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Milupa / 1000 Tage.

1 Kommentare

  1. Katharina sagt

    Wir sind aktuell noch in der Breiphase. Zum Glück kommt der auch super an. Zum Frühstück gibt es dann aber auch schon ab und an mal Obst pur und ein Stück Schrippe. Ich denke der Wechsel zur Familienkost dauert nicht mehr lange. Da für uns Erwachsenen das Mittagessen meist ausfällt wird es für mich mochmal eine ganz neue Erfahrung jeden Vormittag in der Küche zu stehen und frisch zu kochen. (Brei wird hier vorgekocht und eingefroren)
    Über Rezeptvorschläge wäte ich da wirklich sehr dankbar 😀

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