Mode
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Zwischen Basics und Trendteilen – Mode nachhaltig konsumieren

Was bleibt, wenn Marie Kondo den Kleiderschank aufgeräumt hat?

Ich habe wieder Platz im Schrank, denn ich habe ihn (wie viele Andere auch) 1x komplett aussortiert, neu eingeräumt und was übrig blieb, habe ich weggegeben oder verkauft. Mein nächstes Zeil lautete:

Mode nachhaltig konsumieren, aber wie?

Ein kurzer Realitätscheck zeigt, es tat gut – dieses Aussortieren. Man sammelt im Laufe der Jahre so viel Kleidung an und trägt doch nur einen Bruchteil davon. Allein 76(!) Oberteile hängen in meinem Kleiderschrank, mal ganz abgesehen von denen, die in der Kommode liegen. Hosen, Pullover, Kleider und Jacken sind ebenfalls nicht mit gezählt.

In den Schränken der Kinder ist es nicht anders. Da hängen unzählige, niedliche T-Shirts und Pullover und doch wollen sie immer wieder nur die selben Sachen tragen. Vince hat 3 dieser Pailletten-Oberteile und ich gebe zu, sie gehören nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber er liebt sie und trägt seit Wochen kaum etwas anderes. 

Wieviel Teile habt ihr im Kleiderschrank? Und seid ihr dennoch ab und zu der Meinung, ihr hättet nichts zum anziehen?

In der Theorie müsste ich mir jedes Teil aus meinem Kleiderschrank greifen können und wäre so angezogen, dass ich mich gut fühlen und mir gefallen müsste. 

Vielleicht halte ich es hier ein wenig wie der Flunkerfisch und rede mir die Sache schön.

“Hi Konsumverhalten, setz dich, wir müssen reden!”

 

Die neuen Frühjahrs-Kollektionen halten gerade Einzug in die Geschäfte und Onlineshops und natürlich finde auch ich Teile, die mir gefallen und die ich, ohne weiter darüber nachzudenken, kaufen würde. Bei den Kindern ist es ähnlich, allerdings liegt die Notwendigkeit hier auf der Hand, sie wachsen schließlich noch. Vita trägt tatsächlich einige Sachen ihres Bruders und noch findet sie die Tatsache auch überhaupt nicht schlimm, aber das wird wohl nicht auf Dauer funktionieren. Seine ersten Vans sehen an ihr ganz genauso niedlich aus. Es ist da durchaus praktisch, dass ihre Geburtstage nur 2 Wochen (und 3 Jahre) auseinander liegen. 

Mein Weg zu etwas mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Den eigenen Kleiderschrank neu entdecken 

Damit ich einen Überblick behalte, sortiere ich meinen Kleiderschrank schon viele Jahre nach Farben, denn so weiß ich, was ich im Schrank habe und kann je nach Stimmung nach einem Teil bzw. einer Farbe greifen.

Zwei Mal im Jahr, im Frühling und Herbst, räume ich meinen Kleiderschrank und meine Kommode komplett aus und sortiere alles, nach Jahreszeit, neu ein. Dank dieser Methode, habe ich schon so einige Sachen wiedergefunden, von denen ich nicht mal mehr wusste, dass ich sie noch besitze.

buy less – buy better

Ich erfinde das Rad natürlich auch nicht neu, jeder von euch kennt den Spruch. Aber auch wenn ich ihn all die Jahre kannte, geändert habe ich dennoch nichts. Seit 2 Jahren bin ich allerdings auf einem guten Weg und mein Konsumverhalten hat sich, in meinen Augen, spürbar verändert.

Aus diesem Grund habe ich mir für diesen Monat das Ziel gesetzt, keine neuen Sachen zu kaufen, auch wenn die Verlockung groß ist. Es hängen einfach so viele selten bis nie getragenen Sachen in meinem Kleiderschrank, die es verdient haben, endlich mal rauszukommen. 

support your locals

Andere Städte geben da wahrscheinlich mehr her, aber auch in meiner Stadt gibt es eine Handvoll Läden in die ich gerne gehe und in denen es immer etwas zu entdecken gibt.

Habt ihr euch auch schon mal Gedanken zu diesem Thema gemacht und wisst ihr wieviele Teile ihr in eurem Kleiderschrank habt? Ich denke, wenn man seinen eigenen Stil gefunden hat, muss man nicht jedes Jahr mit dem Trend gehen und im Zweifelsfall braucht man ja nur ein paar Jahre warten.

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