Mama-Ich
Schreibe einen Kommentar

optimale Kleinkindernährung – Wissenswertes und Tipps für den Alltag

Werbung /

Als Neumama strömen unzählige Eindrücke auf einen ein. An jeder Ecke gibt es, egal ob gefragt oder ungefragt, wichtige Ratschläge und gut gemeinte Tipps, wie man etwas im Umgang mit den Kindern unbedingt handhaben oder was man am besten ganz lassen sollte.

Mit den darauffolgenden Kindern wird man als Mama entspannter, denn man hat bereits seinen eigenen Rhythmus gefunden und weiß nun auch, dass man auf das eigene Bauchgefühl vertrauen kann.

Ich erinnere mich noch gut, dass ich mich bei meinem Sohn anfangs unsicher fühlte, wenn es um das Thema Ernährung ging. Rückblickend hat er es mir wirklich einfach gemacht, denn es landete so gut wie alles, was ich ihm gab, in seinem Mund.

Die Ernährung spielt in den ersten 1000 Tage, ab dem Beginn der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag, neben weiteren Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Gesundheit. Irgendwie war mir das vor 4 Jahren auch schon bewusst und genau aus diesem Grund war ich wahrscheinlich so verunsichert, denn ich wollte nichts falsch machen.

Bei anderen Müttern aus meinem Umfeld sah das doch so einfach aus. Wieso bei mir nicht?

optimale Kleinkindernährung

 

Anfang August war ich zusammen mit Aptawelt in Hamburg auf einem Event zum Thema “optimale Kleinkindernährung”. Mittels einer Ernährungspyramide, die wir vorher selbst bestücken durften, bekamen wir einen guten und umfangreichen Überblick über unterschiedliche Lebensmittel, ihre Nährstoffe und erfuhren in welcher Menge sie für unsere Kinder geeignet sind. Die meisten Lebensmittel ordneten wir instinktiv richtig zu, doch es gab auch die ein oder andere Überraschung.

Quellenangabe: Aptawelt

Neben Jod und Eisen gehört auch Vitamin D zu den Nährstoffen, mit denen Kleinkinder in Deutschland häufig nicht ausreichend versorgt sind. Verzehrstudien zeigen, dass Kleinkinder nur 6% des täglichen Bedarfs an Vitamin D über die Nahrung zu sich nehmen. Das hört sich für mich erschreckend wenig an, ist es auch.

Tipps zur Vitamin D-Produktion

Der größte Teil  an Vitamin D wird durch die Sonneneinstrahlung über die Haut gebildet, weswegen Bewegung im Freien, für mindestens eine Stunde täglich, empfohlen wird. Sonnenschutz ist dabei natürlich trotzdem unerlässlich.

Der wöchentliche Speiseplan sollte im Idealfall Nahrungsmittel mit viel Vitamin D enthalten, wie fettreicher Seefisch, Eier und Pilze. Avocados gehören ebenfalls dazu und ich habe das große Glück, dass meine Kinder nicht genug davon bekommen können. Sogar wenn Vince krank war und er nichts mehr essen wollte – Avocado ging immer.

Passend zum Punkt “fettreicher Seefisch” kamen meine Eltern, kurz nachdem ich in Hamburg war, mit frischem Fisch von ihrem Ostseeurlaub wieder. Ich kündigte das bei meinem Sohn nicht weiter an und hatte sogar schon ein Alternativessen für ihn im Hinterkopf, da ich seine Reaktion auf frischen Fisch vermeintlich kannte. Ich lag falsch. Er probierte sich quer durch die verschiedenen Sorten und aß, zur Überraschung aller, auch noch als alle Anderen schon lange satt waren. “Opa, das schmeckt sehr gut. Wann holt ihr wieder Fisch?” 

Vitamin D für ein starkes Immunsystem

 

Nicht für umsonst soll man Babys und Kleinkindern in den ersten Jahren extra Vitamin D zuführen. Es ist nicht nur wichtig zum Knochenaufbau sondern auch zur Entwicklung des Immunsystems.

Neben einer ausgewogenen Ernährung (denn 70% der Immunzellen sitzen im Darm) ist ausreichender Schlaf ebenso wichtig um beispielsweise weiße Blutkörperchen, die wichtige Aufgaben des Abwehrsystems übernehmen, zu bilden. Frische Luft und der frühe Kontakt zu Schmutz und Bakterien unterstützen die Fähigkeit des Körpers, Krankheitserreger abzuwehren.

Eine aktuelle Studie belegt zudem, dass Kindermilch zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung dazu beitragen kann, die Versorgung mit den oben genannten Nährstoffen zu verbessern. Bevor jetzt kritische Stimmen laut werden – bei Kindermilch handelt es sich nicht um Pre-Milch und sie ersetzt auch keine Stillmahlzeit. Kindermilch kann für Kinder ab 1 Jahr als Zwischenmahlzeit gereicht werden und sollte im besten Fall aus einem Glas oder Becher getrunken werden, sie dient nicht als Einschlafhilfe.

Kindermilch erhöht die Wahrscheinlichkeit, optimal mit Vitamin D versorgt zu sein um 78 Prozent.

Realitätscheck – Die Umsetzung im Alltag

Zurück zu Hause wollte ich mein neu gewonnenes Wissen direkt umsetzen. Aus diesem Grund gab es bei uns am Wochenende, auf Grund des hohen Vitamin D Anteils in Champignons, Puten-Champignon-Paprika Spieße mit Brokkoli-Kartoffel-Stampf. Während mein Mann bei dem Wort “Brokkoli” zusammen zuckte, sortierte Vita fleißig ihren Pilze aus. Vince fand Spieße generell blöd und beschränkte sich deshalb aufs Motzen und auf Aufzählungen der Dinge, die ihm besser schmecken würden. Am Ende war zumindest mein Mann überzeugt – Brokkoli schmeckt in Kombination mit Kartoffeln und als Stampf gar nicht so schlecht.

Erfahrungsgemäß probiert Vince spätestens beim zweiten Mal, wenn man ihm ein Gericht vorsetzt. Ich bin also guter Dinge und gehe stark davon aus, dass dieses Rezept bald wieder im Wochenplan auftaucht.

Wie ist das bei euch? Essen eure Kinder was ihr ihnen vorsetzt oder müsst ihr dafür in ebenfalls ein bisschen die Trickkiste greifen?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.